Navigation anzeigen
  • Seite drucken
  • Lage & Anfahrt
  • Facebook
  • Youtube

Unsere Stadt

Aktuelles & Service

Stadtnachrichten 2012

Analyse der Kriminalitätsentwicklung 2011 in der Großen Kreisstadt Schramberg


Pressemitteilung der Pressestelle Polizeidirektion Rottweil vom 07.05.2012

Schramberg ist wieder die sicherste Große Kreisstadt im Regierungsbezirk Freiburg. Im Jahr 2011 hat sie ihren langjährigen Spitzenplatz wieder erreicht. Der Polizei gelang es im Stadtgebiet Schramberg noch mehr Straftaten aufzuklären und die Aufklärungs-quote um knapp vier Punkte zu steigern auf jetzt 69,1 Prozent. Dies gaben der Oberbürgermeister der Stadt Schramberg, Thomas Herzog, der Leitende Polizeidirektor Gerold Sigg und der Revierleiter, Erster Polizeihauptkommissar Erich Moosmann (v. l. n. r.), anlässlich einer gemeinsamen Pressekonferenz zur Kriminalstatistik 2011 bekannt.

Revierleiter Polizeihauptkommisar Erich Moosmann, der leitende Polizeidirektor Gerold Sigg und Oberbürgermeister Thomas Herzog


„Schramberg ist wieder die sicherste große Kreisstadt im Regierungsbezirk Freiburg“, betonte der Polizeichef Gerold Sigg mit Blick auf die Kriminalitätsbelastung Schrambergs. „Mit der niedrigsten Häufigkeitsziffer von 4006 liegt die Stadt Schramberg auf Platz Eins. Die Häufigkeitsziffer errechnet sich aus der Gesamtzahl der Straftaten im Verhältnis zu der Einwohnerzahl – hochgerechnet auf 100 000 Einwohner.“ 530 Straftaten wurden in der Talstadt registriert, 170 auf dem Sulgen, je 49 in Tennenbronn und Waldmössingen sowie 28 in Heiligenbronn. In 25 Fällen konnte der Tatort nicht direkt einem Stadtteil zugeordnet werden.

Nach zwei Jahren Tiefststand stieg die Zahl der Straftaten im Jahr 2011 um 74 Fälle (+9,5 %) auf 851 registrierte Fälle.

Der Polizei ist es im vergangenen Jahr gelungen, die Aufklärungsquote im Bereich der Stadt Schramberg noch einmal um fast vier Prozent zu steigern, auf jetzt 69,1 Prozent. Dieses Ergebnis der polizeilichen Arbeit liegt mehr als 10 Prozentpunkte über dem Landesdurchschnitt (58,6 Prozent).

In einigen Deliktsfeldern gibt es zum Teil eine erhebliche prozentuale Zunahme. Verglichen mit den Vorjahren ist jedoch festzustellen, dass in den Jahren 2008 und 2009 zum Teil erhebliche Rückgänge zu verzeichnen waren, die sich jetzt wieder angleichen – die Gesamtzahlen liegen aber meist noch unter denen der letzten 25 Jahre.

So ist beispielsweise die Anzahl der registrierten Diebstahlsdelikte um mehr als 10 Prozent angestiegen. Verantwortlich dafür sind vor allem die Ladendiebstähle und die aufgeklärten Diebstähle aus Verkaufsräumen. Bei beiden Deliktsformen liegt der Anstieg über 20 Prozent.

Auch bei den Rauschgiftdelikten haben sich die angezeigten Fälle mehr als verdoppelt. Dies ist insbesondere damit zu begründen, dass die Kriminalpolizei in diesem Bereich mehrere Dealer überführt hat und somit auch Käufer und Konsumenten ermitteln konnte.

Die Delikte der Straßenkriminalität sind im vergangenen Jahr nochmals um 28,7 Prozent (35 Fälle) angestiegen und erreichten damit wieder das Niveau des Jahres 2009. Unter dem Oberbegriff Straßenkriminalität sind Fälle zusammengefasst, die sich im öffentlichen Raum abspielen. Darunter zählen unter anderem alle Straftaten in Zusammenhang mit Fahrzeugen, aber auch Diebstähle und Sachbeschädigungen.

Die Zahl der erfassten Rohheitsdelikte veränderte sich im vergangenen Jahr kaum. Mit 160 Straftaten liegt dieser Bereich immer noch auf sehr hohem Stand – entgegen dem Trend im Landkreis. Die Aufklärungsquote in diesem Deliktsbereich erreichte 95 Prozent. Nur acht Taten konnten letztlich im Jahr 2011 nicht geklärt werden.

Die Anzahl der registrierten Opfer ging um 12 auf jetzt 198 zurück. Ein erheblicher Rückgang mit 50 Prozent ist im Bereich der Sexualdelikte zu finden und 13 Geschädigte weniger wurden im Bereich der einfachen Körperverletzung registriert. Verteilt auf die anderen Opferdelikte wurden noch sieben weitere erfasst.

Die Anzahl der ermittelten Tatverdächtigen stieg um sieben Personen auf jetzt 411 Tatverdächtige. Insgesamt wurden 303 Erwachsene, 44 Heranwachsende, 42 Jugendliche und 22 Kinder ermittelt. Der prozentuale Anteil der Täter unter 21 Jahren sank auf 26,3 Prozent – der der Erwachsenen stieg um 33 Personen gegenüber 2010 an. Somit sind von den registrierten Straftätern 2 von 3 im Erwachsenenalter. Von der Gesamtzahl der Tatverdächtigen wurden knapp 22 Prozent als nichtdeutsche Tatverdächtige erfasst.

Auch wenn die Entwicklung der Zahlen in manchen Bereichen in die falsche Richtung läuft, so muss doch gesehen werden, dass Schramberg seit Jahren eine der sichersten Großen Kreisstädte im Regierungsbezirk Freiburg ist. Es gibt im Stadtgebiet keine sicherheitsrelevanten Bereiche oder gar Angsträume. Durch die enge Abstimmung zwischen Polizei und Kommune ist es möglich durch präventive Maßnahmen mögliche negative Entwicklungen im Bereich von Kriminalität und Ordnungsverstöße entgegen zu wirken. Hier machen sich einmal mehr die „kurzen Wege“ in der Zusammenarbeit zwischen Polizei und Stadt bemerkbar, so Oberbürgermeister Thomas Herzog.

Die seit 1997 ins Leben gerufene Kommunale Kriminalprävention wird auch unter dem neuen Oberbürgermeister Thomas Herzog fortgeführt. Es haben zwei Veranstaltungen stattgefunden, unter anderem eine gemeinsame Begehung der jugendtypischen Treffpunkte in Schramberg, an der neben Vertretern der Stadt, des Jugend- und Kinderbüros und der Polizei auch zwei Jugendliche teilgenommen haben.

Ulrich Fischer
Leiter Öffentlichkeitsarbeit

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass unsere Dienste Cookies verwenden. Mehr erfahren OK