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Unsere Stadt

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Informationen zu unserer Partnerstadt Hirson

„Schramberg feiert“, unter diesem Titel veranstaltet die Stadt Schramberg am 5. und 6. Juli ein doppeltes Jubiläumsfest mit einem internationalen Kulturprogramm. Bei diesem Fest wird einerseits der 50. Geburtstag der Schramberger Musikschule, andererseits der Umstand gefeiert, dass Schramberg seit 50 Jahren eine sehr lebendige Partnerschaft mit der nordfranzösischen Stadt Hirson pflegt. Die Städtepartnerschaft Schramberg – Hirson ist eine der ersten deutsch-französischen Städtepartnerschaften.

Die Stadt Hirson liegt unmittelbar an der französisch-belgischen Grenze und hat heute etwa 10.000 Einwohner. Sie gehört zum Departement Aisne, das durch die Ziffern 02 am Ende des Autokennzeichens zu erkennen ist. Sie ist Zentrum eines Kantons mit insgesamt 13 Gemeinden.

Plan Departements

Die jüngere Geschichte von Hirson ist eng mit der Entwicklung der Eisenbahn verbunden. Die Stadt war nämlich einer der wichtigsten Eisenbahnknotenpunkte Nordfrankreichs. Tausende Menschen fanden durch oder bei der Eisenbahn Arbeit, die meisten in einer riesigen Industrieanlage, in der Lokomotiven und Zugwagons instand gehalten wurden. Die heutige Industriebrache mit der unter Denkmalschutz stehenden Rotonde und dem Stellwerksturm, der einst der modernste in ganz Frankreich war, lässt erahnen, dass mit der Eisenbahn auch die Blütezeit für die Stadt kam. Mit dem Niedergang der Dampflokomotiven kam dann allerdings sehr jäh auch das Aus für diese Anlagen und damit verbunden gravierende Strukturprobleme für die an sich landwirtschaftlich geprägte Region. Intensive Bemühungen, in und um Hirson Industrie anzusiedeln, waren nicht übermäßig erfolgreich. Hohe Arbeitslosigkeit, der Wegzug junger Menschen nach Laon, der Hauptstadt des Departements, nach Paris und in andere wirtschaftliche Zentren Frankreichs und in Folge auch viele leer stehende Gebäude kennzeichnen bis heute die Entwicklung der Stadt.

Durch eine gute Infrastruktur versucht die Stadt die Einwohnerzahl zu halten. Neben den allgemeinen Schulen setzt die Stadt auch auf Einrichtungen für den Sport und die Kultur. Mehrere Sporthallen, ein neues Freizeitbad und ein Fußballstadion bieten den Vereinen und Schulen relativ gute Bedingungen. Neben Fußball, Basketball, Leichtathletik und Kampfsportarten findet in Hirson auch das Kanufahren viele Anhänger. Im Festsaal im Rathaus gibt es ebenso wie auf dem Freigelände in der Rotonde regelmäßig hochklassige Kulturangebote. Große Aufmerksamkeit finden vor allem auch Veranstaltungen in der ehemaligen Klosteranlage in St. Michel.

Die Stadt pflegt eine feste interkommunale Zusammenarbeit mit 23 weiteren Gemeinden in einer Gemeinschaft, die sich „Communauté de Communes des Trois Rivières" nennt. Diese Gemeinschaft versucht gemeinsam ökonomische, ökologische und soziale Entwicklungen zu steuern. So wird beispielsweise gemeinsam versucht, Gewerbe anzusiedeln und den Tourismus zu fördern. Hierzu hat die Gemeinschaft beispielsweise in Hirson ein neues Freizeitbad errichtet. Die der Gemeinschaft angehörenden Gemeinden hatten 1982 bis 1990 einen Bevölkerungsrückgang von 7,8 % zu verzeichnen. Im Zeitraum von 1990 bis 1999 konnte dieser Rückgang auf 2,3% reduziert werden.

Bürgermeister der Stadt Hirson ist seit 1995 der Sozialist Jean-Jacques Thomas. Die Belange der Stadt bestimmen daneben 9 ehrenamtliche Beigeordnete, zwei Gemeinderäte mit Sonderaufgaben. Im Gemeinderat sind insgesamt 33 Volksvertreter stimmberechtigt, 27 der aus Sozialisten, Kommunisten und Grünen bestehenden Liste „Du cœur à l'action pour Hirson“ und 6 der oppositionellen Liste “Un avenir ensemble“.

Rathaus Hirson
Rathaus Hirson beim Empfang der Schramberger Delegation an Pfingsten 2008


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