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25. Juni 2026

Positive Signale für Erhaltung und Nutzung des Lichtspielhauses

Austausch zwischen Stadtverwaltung, Gemeinderatsfraktionen und Förderverein.

Im Rahmen eines Treffens im Rathaus kamen auf Einladung von Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr Vertreter der Stadtverwaltung, der Gemeinderatsfraktionen sowie des Fördervereins Lichtspielhaus Schramberg zu einem klärenden Austausch zusammen. Ziel des Gesprächs war es, die aktuelle Situation gemeinsam zu beleuchten, etwaige Missverständnisse aufzulösen und sich über mögliche Perspektiven für die Zukunft des Kulturdenkmals auszutauschen.

Gleich zu Beginn des Treffens konnte eine erfreuliche Nachricht verkündet werden: Die vom Ausschuss für Umwelt und Technik bewilligten Reinigungsarbeiten im Lichtspielhaus wurden erfolgreich abgeschlossen. Auch die anschließende Schadstoff-Freimessung verlief positiv, wobei der vorgegebene Kostenrahmen eingehalten wurde. Damit ist das Gebäude - unter Vorbehalt und Einhaltung der einschlägigen Vorschriften - wieder betretbar.

Diese Freigabe ist insbesondere für das Filmprojekt „Spiel des Lichts“ in Kooperation mit dem Film Theater Forum Freudenstadt e.V. von entscheidender Bedeutung. Da wichtige Szenen im Originalgebäude gedreht werden müssen, hatte die zwischenzeitliche Sperrung die Fertigstellung gefährdet. Nun kann der Förderverein die Arbeiten fortsetzen; Ziel ist die Premiere im kommenden Herbst. Der Produzent und Regisseur Volker Armbruster präsentierte den Anwesenden bereits erste Ausschnitte, welche die kulturelle und historische Bedeutung des Gebäude für Schramberg eindrucksvoll dokumentieren.

Ein wichtiger Punkt des Gesprächs war auch die Ausräumung von Unsicherheiten bezüglich der Gebäudezukunft. Es wurde klargestellt, dass das historische Lichtspielhaus nicht vorschnell veräußert werden soll, sondern lediglich auf einer Liste von Gebäuden steht, mit deren Zukunft sich der Gemeinderat befassen soll. Dies schafft den notwendigen Raum, um weitere Konzepte zu prüfen – auch im Hinblick auf das 100-jährige Jubiläum im Jahr 2028.

Im weiteren Verlauf des Treffens nutzte der Förderverein die Gelegenheit, seine Visionen für die Zukunft des Lichtspielhauses zu präsentieren. Dabei betonte er nochmals die besondere architektur-, kultur- und zeitgeschichtliche Bedeutung des Lichtspielhauses für Schramberg und darüber hinaus als selten erhaltenes Kinogebäude der Moderne unter Schirmherrschaft des Kinopioniers und Hollywood-Begründer Carl Laemmle.

Obwohl man sich einig war, dass die aktuelle Finanzlage der Stadt derzeit keine Möglichkeiten für bauliche Entwicklungen zulässt, wurden alternative Wege angesprochen: Der Förderverein präsentierte eine Vision für eine Zwischennutzung, die ohne teure bauliche, dauerhafte Maßnahmen auskommt. Durch den Einsatz mobiler, zertifizierter Eventmodule könnte das Gebäude möglicherweise auch ohne große Investitionen wieder für die Öffentlichkeit belebt werden. Diese Interventionen sollen nun insbesondere im Hinblick auf Veranstaltungssicherheit, technische und rechtliche Rahmenbedingungen sowie organisatorische Fragen wie Strom- und Wasserversorgung auf ihre grundsätzliche Machbarkeit geprüft werden.

Zudem wurde vereinbart, gemeinsam nach Förderungsmöglichkeiten zu suchen, um das ehrenamtliche Engagement des Vereins gezielt zu unterstützen.
Der konstruktive Dialog zwischen Stadt und Verein soll fortgesetzt werden, um das bauliche wie kulturelle Erbe des Lichtspielhauses langfristig zu sichern.