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33 Jahre Mister Music - Interview

Am 26.11.2019 besuchte Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr die Firma Mister Music im Brambach und gratulierte zum 33jährigen Firmenjubiläum. 

MM
Facebookredakteur Achim Ringwald nutzte diese Chance und interviewte den Firmengründer Reinhold Hettich zur Geschichte und zur Zukunft von Mister Music.


Achim:

33 Jahre Mister Music – zunächst mal auch von der Facebookredaktion der Stadt Schramberg Glückwunsch zu diesem Jubiläum. Unsere Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr hat dir ja heute persönlich schon gratuliert.
10 Fragen haben wir in diesem Zusammenhang an dich.

Frage 1:

Reinhold, welche Gedanken und Gefühle gehen einem durch den Kopf, wenn man die 33 Jahre Mister Music nochmals Revue passieren lässt.?

Reinhold:

Zunächst vor allem Dankbarkeit und Glück. Ich habe in den letzten 33 Jahren so viele nette  und interessante  Menschen (die meisten hiervon natürlich Musiker….) kennen- und schätzen gelernt, hieraus hat sich ein Netzwerk gebildet, auf das ich sehr stolz bin. Natürlich gehören hierzu auch viele Freunde, Lieferanten und sonstige Geschäftspartner.
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Frage 2:

Erzähl uns kurz was zu deinem Werdegang. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, hast du eine Ausbildung beim damaligen Radio Flaig in der Oberndorfer Straße gemacht, oder? Wann war denn das genau?

Reinhold:

Meine Lehre zum Kaufmann im Einzelhandel begann im Sommer 1982, beim Radio- und Musikhaus Flaig. Auch hier wurden Gitarren verkauft, ebenso elektronische Orgeln und Zubehör für Musikinstrumente.
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Frage 3:

Wann hast du den Entschluss gefasst dich selbstständig zu machen?  Durchaus ein mutiger Schritt vor 33 Jahren, da einige Schramberger Vorgänger in der gleichen Branche relativ schnell aufgegeben haben. Was waren die Beweggründe?  Hing das auch damit zusammen, dass du als Musiker schon damals stark in Schramberg engagiert warst?  Ich erinnere an Bands wie Insane Braine, die Tanzband Bolleros oder die damalige Jazzszene.

Reinhold:

Der Entschluss, mich selbstständig zu machen entstand während meiner Zeit bei der Bundeswehr, wo ich als Musiker tätig war. Ich stand vor der Entscheidung, eine Laufbahn als Musiker einzuschlagen oder eben als Kaufmann. Meine Entscheidung, Musik als wichtigstes Hobby zu betreiben und den Weg des selbstständigen Kaufmanns zu gehen habe ich nie bereut.
Schon während meiner Ausbildung zum  Kaufmann habe ich erkannt, dass eine relativ große Nachfrage nach professionellem Musikequipment vorhanden ist. Noch während der Bundeswehrzeit knüpfte ich erste Kontakte zur Branche und eröffnete zuhause ein Büro, wo ich begann, Instrumente zu vertreiben. Durch die vielen Kontakte, welche ich als aktiver Musiker hatte nahmen die Dinge fast automatisch ihren Lauf. Ich wurde immer mehr zum „Besorger für Musikequipment“. Die Eröffnung des ersten Ladengeschäfts im Marz 1986 war die logische Folge. Mein erstes Gewerbe habe ich sogar schon im September 1985 angemeldet.
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Frage 4:

Mister Music ist eine ganz besondere „Schramberger Erfolgsgeschichte“. Vom kleinen Lädele in der Paradiesgasse über die Hardtstraße bis nun hier in den Brambach. Wo siehst du die Grundpfeiler dieses Erfolges?  Gibt es eine Firmenphilosophie?

Reinhold:

Das erste „Lädele“ hatte  immerhin schon eine Ladenfläche von 114 qm, also gar nicht so klein. Für die damaligen Verhältnisse war das schon ganz ordentlich, zumal ich viele der führenden Topmarken wie z.B. Yamaha, Korg, Fender oder Dynacord bereits präsentieren konnte. Der erste Mister Music also auch schon ein richtig cooler „Profi Shop“, wie man das in unserer Branche so sagt.
Die Grundpfeiler des Erfolgs heißen „Fairniss, Ehrlichkeit, Fleiß und Zielstrebigkeit“. Dazu gehört eine Portion gesunder Menschenverstand – fertig. Eine Philosophie ergibt sich automatisch aus diesen Grundwerten, da muss man gar nicht so lange darüber nachdenken. Einfach diese Werte als Unternehmer vorleben – und Mitarbeiter finden, die das gerne übernehmen und Freude daran haben, in solch einem Unternehmen zu arbeiten.
Darüber hinaus ist es extrem wichtig, eine klar definierte Strategie zu haben. Neben unserer lokalen Ausrichtung als Musikhaus spezialisieren wir uns seit über 15 Jahren auf die Zielgruppe „Tanz- und Unterhaltungsmusiker“. Bei dieser Zielgruppe gehören wir bundesweit zu den wichtigsten Anbieter.
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Frage 5:

Wie wichtig ist in diesem Zusammenhang auch Schramberg für dich als Standort, Heimatort und Wohnort?

Reinhold:

Zu Beginn war die rege Schramberger Musikszene natürlich sehr wichtig für Mister Music. Das Einzugsgebiet ist dann schnell größer geworden, bereits nach 2 Jahren kamen auch Kunden aus z.B. Villingen-Schwenningen, Tuttlingen oder aus Freudenstadt. Für mich war von Anfang an klar, dass ich einen eigenen Laden nur in „meiner“ Stadt aufziehe. Das hat auch von der strukturellen Bedarfsanalyse sehr gut gepasst – in Schramberg und Umgebung gab es damals keinen Anbieter für professionelles Musikequipment.
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Frage 6:

Auf dem Parkplatz sah ich neulich gleichzeitig eine Stuttgarter und eine Frankfurter Autonummer. Wie groß ist den mittlerweile dein Einzugsgebiet?

Reinhold:

Unser Wirkungskreis hat sich parallel zur stetigen Expansion immer mehr vergrößert. Inzwischen ist es so, dass wir in Baden Württemberg einen Umsatzanteil von 50% haben, 40 Prozent entfallen auf die anderen Bundesländer und 10% sind Umsätze im Ausland. Vor allem in der Schweiz und in Österreich. Wir haben auch Stammkunden in Frankreich und mit stetigem Wachstum in Russland. Vorletzte Woche hat uns wieder ein Dozent aus Moskau besucht, er kauft bei uns digitale Akkordeons. Wenn er kommt, gehen wir immer zusammen ins Gasthaus Kreuz und essen Spätzle, das ist sein absolutes Lieblingsgericht.
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Frage 7:

LogoDiese Auszeichnung bekommt man auch nicht ohne Grund. Was für Fähigkeiten und Voraussetzungen sind dafür nötig?  Wir haben dazu auf unserer Facebookseite gratuliert mit enormer Resonanz. Deshalb wird dies unsere Facebook-Community besonders interessieren. Ist ja eine europaweite Auszeichnung und dann noch im Jubiläumsjahr?

Reinhold:

Den EMIDA AWARD haben wir in der Disziplin „best unique selling proposition“ (Bestes Alleinstellungsmerkmal) erhalten. Hintergrund ist, dass wir im Segment der digitalen Akkordeons  in Europa aktuell Marktführer sind. Solch ein Erfolg kann nur entstehen, wenn man sich mit einer klar definierten Strategie konsequent auf einen engumrissenen Markt mit einer gezielten Hauptzielgruppe ausrichtet. Überhaupt ist das strategische Denken wichtig. Also, wie man seine Stärken, Mittel und Energien effektiv auf Märkte ausrichtet, die perfekt zu einem passen. Das ist das wesentlichste Element für nachhaltigen Erfolg.
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Frage 8:

Nun eine Frage zum Team Mister Music. Wieviel Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hast du mittlerweile insgesamt?  Ich kenne ja nur die Gitarrenabteilung und unten den Eingangsbereich.  Was zeichnet euch als Team aus?

Reinhold:

Insgesamt sind wir hier im MM Profi Shop 10 Mitarbeiter, zudem haben wir noch diverse Subunternehmer wie beispielsweise einen Dipl. Ing. für Elektronikreparaturen, einen Gitarrenbauer sowie einen Programmierer, welcher Musik Software für Tanzmusiker programmiert.
Die Mister Music Blasinstrumente GmbH (welche eine eigene Firma ist – ich habe sie vor 23 Jahren an die beiden jetzigen Inhaber Michael Armbruster und Uwe Deuringer im Zuge einer Marktteilung verkauft) beschäftigt 8 Mitarbeiter.
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Frage 9:

Gehe stark davon aus, dass das Internet und die ganzen Online-Shops eure Branche in den letzten 10/15 Jahren von Grund auf verändert haben. Wie reagiert ihr hier, bzw. wie habt ihr hier reagiert?

Reinhold:

Wir betreiben selbst sei 1996 eine eigene Homepage, seit rund 15 Jahren auch einen Online Shop. Wir nutzen diese Plattform für unsere Belange, im Zuge unserer sehr spezialisierten Ausrichtung ist das ein klarer Vorteil.
Die Branche hat sich stark verändert, klassische „Vor Ort“ -Händler mit regionaler Ausrichtung haben es aktuell sehr schwer – es sei denn, sie nutzen die Macht der Konzentration, sprich, sie spezialisieren sich. Das Internet ist ein hervorragendes Medium, um sich weit über die Grenzen hinaus im Markt mit seinen speziellen Stärken zu positionieren.
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Frage 10:

Und zum Schluss noch die Standardfrage schlechthin. Wo siehst du Mister Music in 10 Jahren oder sogar beim 50jährigen Jubiläum?

Reinhold:

Im Zuge der dynamischen Märkte ist das keine einfache Frage.
Da wir heute schon sehr spezialisiert sind wird sich das weiterhin in die Tiefe entwickeln. Den Fehler der Diversifizierung machen wir sicher nicht.  Neben dem  lokalen Auftrag als „Musikhändler mit Großstadtauswahl“ wird also unsere Spezialisierung in der Zielgruppe „Tanz- und Unterhaltungsmusiker“ weiterhin zunehmen. Unterzielgruppen bilden sich immer wieder automatisch heraus und bieten Potentiale für stetiges und gesundes Wachstum. Wir gehen also davon aus, dass (hoffentlich) viele begeisterte Musiker auch in 10 Jahren noch viel Freude mit Mister Music haben werden.
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Reinhold, vielen Dank für die Beantwortung unserer Fragen und weiterhin viel Erfolg in den nächsten Jahren. Wir bleiben in Kontakt :-)
 


Die Fragen an Reinhold Hettich stellte Facebookredakteur Achim Ringwald. (Kunde Mister Music seit 33 Jahren)

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