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Die Stadt

Schramberg – Ein kurzer Blick auf die Geschichte

Der östliche Schwarzwaldrand – und damit auch das Gebiet der späteren Herrschaft Schramberg – wurde erst besiedelt, als Mönche auf der Ostseite des Schwarzwaldes die ersten Klöster (St. Georgen 1085 und Alpirsbach 1095) gründeten und adelige Herren aus der Schwarzwaldvorebene die ersten Burgen auf Felsen und Bergspornen über den Tälern bauen ließen.

Um 1130 errichteten die Herren von Eschach (Ortsadelige aus der Nähe von Villingen) die Burg Ramstein im Bernecktal. Nach ihrer Burg nannten sie sich nun „von Ramstein“. Die benachbarte Burg Altfalkenstein wurde um 1200 von den Herren von Kappel angelegt, die sich nun „von Falkenstein“ nannten.

Etwa um 1270 erstellten die Herzöge von Teck die Burg Schilteck. Durch den Kauf der Herrschaften Ramstein und Falkenstein und den Bau der Burg Schramberg gründete Hans von Rechberg in der Mitte des 15. Jahrhunderts die Herrschaft Schramberg. Sein Sohn Ludwig von Rechberg kaufte 1496 die Herrschaft Schilteck und vereinigte sie mit seiner Herrschaft Schramberg.

Im Jahr 1547 erwarb Rochus Merz als Kanzler der vorderösterreichischen Regierung zu Ensisheim und Inhaber des österreichischen Lehens Staffelfelden im Elsaß die Herrschaft Schramberg. Unter ihm erhielt die Herrschaft 1547 von Kaiser Karl V. das Marktrecht. Rochus Merz ließ entlang der Schiltach einen Marktflecken anlegen, um Handwerker anzusiedeln und den Handel zu fördern.

Ansicht von Schramberg um 1850
Ansicht von Schramberg um 1850

Im Jahr 1583 wurde Österreich neuer Landesherr. Die Herrschaft Schramberg wechselte von nun an mehrfach den Besitzer. Der Burgherr unterstand nun nicht mehr direkt dem Kaiser, sondern dem Erzherzog von Tirol: die Herrschaft hatte den Status der Reichsunmittelbarkeit verloren. Wechselnde Landesherren und Obervögte vertraten fortan 222 Jahre die Interessen Österreichs. 1805/06 kam Schramberg durch die Gebietsaufteilung im Gefolge der Napoleonischen Kriege an Württemberg (Friede von Pressburg).

Das 19. Jahrhundert brachte für den kleinen Marktflecken bedeutende Veränderungen: Er wurde württembergischer Grenzort, verarmte im Zuge von Truppeneinquartierungen, Missernten, Hungerkrisen und Ablösung der Feudallasten und wurde allmählich industrialisiert.

Stadtansicht um 1900
Stadtansicht um 1900

Industrialisierung
Die Industrialisierung war entscheidend für die Entwicklung zur Stadt. Sie prägte von nun an die Lebensweise ihrer Bewohner. Im Jahr 1820 gründete Isidor Faist die erste Steingutfabrik in Württemberg und damit auch die erste Fabrik in Schramberg. 1834 folgte die Strohmanufaktur als Armenbeschäftigungsanstalt. In den 1860er Jahren hatte die Manufaktur an die 100 Festangestellte und ca. 6000 Heimarbeiter (vorwiegend Frauen und Kinder). In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Emaillierwerk Schweizer gegründet und 1861 folgte schließlich die von Erhard Junghans d.Ä. gegründete Uhrenfabrik. Der Aufschwung der Uhrenfabrik zog auch den Aufschwung und die Ansiedlung von Zulieferern nach sich. Immer mehr Betriebe lieferten Federn, Emailleschilder und andere Teile für die Uhrenproduktion.
Durch die Industrialisierung wuchs Schramberg allmählich zur Stadt. So erhielt Schramberg 1867 das Stadtrecht vom König von Württemberg. Damals hatte Schramberg ca. 3120 Einwohner. Ein weiterer Meilenstein war 1892 die Eröffnung der Bahnstrecke Schramberg-Schiltach.

Im 20. Jahrhundert folgten die Eingemeindungen von Sulgen mit Schönbronn und Heiligenbronn (1939) und Waldmössingen (1971). 1972 hatte die Stadt ca. 20.000 Einwohner und wurde Große Kreisstadt. Zum 01.05.2006 erfolgte die Eingemeindung von Tennenbronn und die Einwohnerzahl erhöhte sich um rund 3.800 auf 22.300.


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