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Unsere Stadt

Die Stadt

Rundgang "Zeitreise- auf den Spuren Schramberger Geschichte"

Die Stadt Schram­berg kann auf eine lang­jäh­ri­ge Ge­schich­te zu­rück­bli­cken. Be­gin­nend mit dem Bur­gen­bau im Mit­tel­al­ter wurde sie spä­ter v.a. durch die im 19. Jahr­hun­dert be­gin­nen­de In­dus­tria­li­sie­rung ge­prägt. Dies spie­gelt sich in den Ge­bäu­den, die für den Ge­schichts­pfad aus­ge­wählt wur­den.


Der Rund­gang
Der Rund­gang be­ginnt am Schloss, das Graf Ca­je­t­an von Bis­sin­gen und Nip­pen­burg d.Ä. in den Jah­ren 1840-43 er­bau­en ließ. Es be­her­bergt mitt­ler­wei­le u.a. das Stadt­mu­se­um, des­sen Be­such den Rund­gang ab­schlie­ßen soll­te.

Zu­nächst gehen Sie aber an der Schiltach ent­lang stadt­aus­wärts, dort sehen Sie nach we­ni­gen Me­tern die ehe­ma­li­ge Schram­ber­ger Ma­jo­li­ka-Fa­brik mit der von Isi­dor Faist er­bau­ten Fa­bri­kan­ten­vil­la. Die 1820 ge­grün­de­te Stein­gut­ma­nu­fak­tur war die erste Fa­brik Schram­bergs.

Von dort gehen Sie wie­der an der Schiltach ent­lang zu­rück stadt­ein­wärts. Nach der Un­ter­füh­rung er­bli­cken Sie auf der lin­ken Stra­ßen­sei­te das so­ge­nann­te Schlöss­le, das 1770 als Amts- und Ge­richts­ge­bäu­de ge­baut wurde. Auf der ge­gen­über­lie­gen­den Bach­sei­te ist die Burg­schu­le, dass äl­tes­te Schul­ge­bäu­de Schram­bergs zu sehen. Neben ihr be­fin­det sich die Kir­che Maria Him­mel­fahrt, deren Glanz­stück, die be­rühm­te Wal­cker-Or­gel von 1844, im In­ne­ren zu be­wun­dern ist. Der Glo­cken­turm des Vor­gän­ger­baus ist heute noch er­hal­ten.

Wei­ter stadt­ein­wärts ge­langt man zum 1913 fer­tig­ge­stell­ten Rat­haus mit sei­ner as­tro­no­mi­schen Uhr. Rechts neben dem Rat­haus be­fin­det sich die ehe­ma­li­ge Zunfts­tu­be. Das 1875 als Wohn­haus er­rich­te­te Ge­bäu­de wurde u.a. als Be­am­ten­ca­si­no der Uh­ren­fa­brik Ge­brü­der Jung­hans ge­nutzt. Von hier aus gehen Sie die Haupt­stra­ße/Fu­ßgän­ger­zo­ne ent­lang bis zu ihrem Ende, von dort aus haben Sie die Mög­lich­keit einen Ab­ste­cher zur Uh­ren­fa­brik Ge­brü­der Jung­hans zu ma­chen. Die weit über Schram­berg hin­aus be­kann­te Uh­ren­fa­brik wurde 1861 durch den Kauf­mann Er­hard Jung­hans ge­grün­det.

Fol­gen Sie der Ber­neck­stra­ße wei­ter Rich­tung St.​Georgen/Ten­nen­bronn, so sehen Sie auf der lin­ken Seite einen gro­ßen Park­platz. Hier stand frü­her das Email­lier­werk Chris­toph Schwei­zer und Söhne. Ein Ge­denk­stein er­in­nert an die­sen Stand­ort. An der Ber­neck­stra­ße wei­ter stadt­aus­wärts, ge­lan­gen Sie zur Hei­lig-Geist-Kir­che, die 1914 als zwei­te ka­tho­li­sche Kir­che in Schram­berg ein­ge­weiht wurde. Der Stra­ße wei­ter fol­gend er­reicht man die Firma Bru­ker Tech­nik. In die­sem Ge­bäu­de pro­du­zier­ten um 1904 110 Ar­bei­ter Spi­ral­fe­dern für Uhren und Mess­werk­zeu­ge, sowie Zug­fe­dern für Ta­schen­uh­ren.

Nun hat man die Mög­lich­keit, Rich­tung St.​Georgen/Ten­nen­bronn eine län­ge­re Wan­de­rung zur Fal­ken­stei­ner Ka­pel­le und zur Burg­rui­ne Fal­ken­stein zu ma­chen. (Es ist zu emp­feh­len, diese Ge­bäu­de in einer extra Tour an­zu­schau­en.) Die Fal­ken­stei­ner Ka­pel­le be­her­bergt eine im 16. Jahr­hun­dert ent­stan­de­ne Be­wei­nung Chris­ti, die als be­deu­ten­des Kunst­werk der Spät­go­tik dem Rott­wei­ler Bild­hau­er Corad Röt­lin zu­ge­schrie­ben wird, der u.a. für Kai­ser Ma­xi­mi­li­an I. ar­bei­te­te. Die Burg Fal­ken­stein ist die äl­tes­te Burg Schram­bergs, sie wurde um 1150 er­baut.

Wenn Sie der Schil­ler­stra­ße wie­der stadt­ein­wärts fol­gen, er­ken­nen Sie auf der rech­ten Seite das 1910/11 er­bau­te Gut Ber­neck, eine ehe­ma­li­ge Fa­bri­kan­ten­vil­la, die in ihrem Stil an eine mit­tel­al­ter­li­che Burg er­in­nert.

Geht man die Schil­ler­stra­ße wei­ter ent­lang, so er­blickt man nach ei­ni­ger Zeit auf der lin­ken Stra­ßen­sei­te einen Ge­bäu­de­kom­plex, die so­ge­nann­te Jung­hans-Ko­lo­nie, ein her­aus­ra­gen­des Bei­spiel für den Bau einer um­fang­rei­chen Werk­sied­lung aus dem Jahre 1919. Auf der rech­ten Stra­ßen­sei­te ist die ehe­ma­li­ge Ge­wer­be­bank zu sehen. Der Bau stammt aus den Jah­ren 1907/08. Die Re­al­schu­le auf der lin­ken Seite der Schil­ler­stra­ße wurde 1905/06 er­rich­tet. Am Ende der Schil­ler­stra­ße be­fin­det sich der Be­am­ten­bau. Diese zwei­flü­ge­li­ge Wohn­an­la­ge mit drei Stock­wer­ken wurde für lei­ten­de An­ge­stell­te der Uh­ren­fa­brik Ge­brü­der Jung­hans ge­baut.

Folgt man nun der Obern­dor­fer­stra­ße, kommt man au­to­ma­tisch zum Ein­gang des Stadt­parks. In der Mitte des Parks steht die ehe­ma­li­ge Villa Er­hard Jung­hans. Die aus dem 19. Jahr­hun­dert stam­men­de Villa wird mitt­ler­wei­le als Re­stau­rant und Hotel ge­nutzt. Geht man von hier aus den Bau­ern­hof­weg ent­lang, trifft man auf ein her­aus­ra­gen­des Bei­spiel für die Ar­chi­tek­tur des His­to­ris­mus, die Villa Knieß. Sie wurde 1898 von dem Apo­the­ker Fer­di­nand Knieß in Auf­trag ge­ge­ben. Ein klei­ner Fuß­weg links führt hin­un­ter zur Evan­ge­li­schen Kir­che. Die 1872-74 als eine der ers­ten im neu­go­ti­schen Stil er­bau­te Kir­che wurde be­reits 1896-98 aus Platz­man­gel er­wei­tert.

Von hier aus hat man die Mög­lich­keit, noch einen aus­ge­dehn­ten Spa­zier­gang zur ehe­ma­li­gen Ham­burg-Ame­ri­ka­ni­schen Uh­ren­fa­brik, die 1875 als Gro­ßuh­ren­fa­brik Lan­den­ber­ger & Lang u.a. durch Paul Lan­den­ber­ger d.Ä. ge­grün­det wurde, zu un­ter­neh­men. Ein ehe­ma­li­ges Fir­men­ge­bäu­de ist mitt­ler­wei­le Mu­se­um. Hier ist u.a. ein alter M.A.N. Die­sel­mo­tor von 1911, der zur Er­zeu­gung von Spit­zen­strom be­nö­tigt wurde, zu be­sich­ti­gen. Zum Ab­schluß kön­nen Sie nun ihr Wis­sen über die Schram­ber­ger Ge­schich­te im Stadt­mu­se­um ver­tie­fen.

Wei­te­re loh­nen­de Aus­flugs­zie­le, die Schram­berg noch zu bie­ten hat, sind die Burg­rui­ne Schilteck, die um 1200 wahr­schein­lich von einem Le­hens­mann der Her­zö­ge von Teck er­baut wurde, und die Burg­rui­ne Ho­hen­schram­berg. Die aus dem Spät­mit­tel­al­ter stam­men­de Burg, ist eine der grö­ß­ten An­la­gen Ba­den-Würt­tem­bergs. Der Bau­be­ginn unter Hans von Rech­berg ist auf das Jahr 1457 da­tiert.

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