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Hirson

Unsere Stadt

Die Stadt

Hirson, Frankreich

Als der Bürgermeister der kleinen Stadt Hirson im Nordosten Frankreichs, Raymond Fischer und Bürgermeister Dr. Konstantin Hank aus Schramberg am 5.Juli 1958 die Städtefreundschaft besiegelten, da gab es nur wenige Kommunen, die bereits zu diesem Zeitpunkt daran dachten, die Gräben, die die Kriege gerissen hatten, auf diese Weise zuzuschütten. Sie gehörten zu den ersten zwei Dutzend Städten, deren Verantwortliche eine solche Partnerschaft ins Leben gerufen hatten.

Während der Amtszeit der beiden Bürgermeister blieb die Freundschaft auch immer herzlich, gelegentliche Besuche und Gegenbesuche festigten die Freundschaft auf “Delegationsebene“. Dies blieb nicht immer so. Unter dem sozialistischen Bürgermeister Raymond Mahoudeaux herrschte fast Funkstille. Aufgrund seiner politischen Überzeugung lag ihm die Stadt Königsee in der damaligen DDR eher am Herzen als Schramberg im „kapitalistischen Westen“ Deutschlands. Es wurde mit Königsee zwar keine Partnerschaft besiegelt, zumindest aber ein Freundschaftsvertrag geschlossen. Erst mit der Wahl von Georges Lapeyrie im Jahre 1983 wurde die Partnerschaft zu Schramberg wieder aufgenommen und kam in die aktivste Phase seit Beginn.
Auch sein Nachfolger, der im Juni 1995 mit 61 Prozent der Stimmen gewählte Sozialist Jean-Jacques Thomas, ist in Schramberg kein Unbekannter. Schon mehrfach weilte der Regionalrat und ehemalige Redakteur in Schramberg.

Alte Eisenbahnerstadt

Hirson ist eine Kleinstadt mit 11.000 Einwohnern im Nordosten Frankreichs. Geprägt ist Hirson, das im Départment 02 (Aisne), der Region „Picardie“ liegt, durch die Grenzlage zu Belgien. Noch bis kurz nach dem zweiten Weltkrieg arbeitete fast die Hälfte der Bevölkerung bei der französischen Eisenbahngesellschaft SNCF. Hirson war einer der wichtigsten Eisenbahnknotenpunkte Nordfrankreichs.

Davon zeugen noch heute die Reste der Gleisanlagen, die Rotonde und der Stellwerkturm, der nach dem Weltkrieg sogar einer der modernsten Frankreichs war. Doch mit dem Niedergang der Dampflokomotiven verlor der Knoten Hirson an Bedeutung. Da in der landwirtschaftlich geprägten Region kaum neue Industrie angesiedelt werden konnte, versank die einst blühende Stadt in einen Dornröschenschlaf. Der Versuch der bisherigen Stadtverwaltung unter Bürgermeister Georges Lapeyrie, neue Industriezweige auf dem ehemaligen Gelände der Bahn anzusiedeln, schlug allerdings fehl. Es wurden zwar einige kleinere Produktionsstätten in der Stadt eröffnet, doch die wenigsten hielten sich.

Einzig eine Niederlassung des europäischen Valeo-Konzerns, die neu angesiedelt wurde, konnte sich neben kleineren Firmen halten. Trotz der großen Anstrengungen, sind es vor allem die jüngeren Leute, die keine Arbeit finden und deswegen wegziehen: nach Lille, Laon, Paris oder in die Region Rhône-Alpes. Als ein Grund für die schlechte wirtschaftliche Lage wird immer wieder die nicht sehr gute Verkehrslage beschrieben: Seit Jahren wartet die Stadt auf die versprochene neue Autobahn A10, deren Bau schon den Betrieben, die sich vor rund 40 Jahren angesiedelt hatten, versprochen worden war.

Reger Austausch der Vereinigungen der beiden Städte

Derzeit gibt es zwischen den Bürgern von Hirson und von Schramberg einige Kotakte, die von unterschiedlicher Seite aufrechterhalten werden. So kommt durch den Austausch zwischen dem Collège Cobast in Hirson und dem Gymnasium in Schramberg ein regelmäßiger Kontakt der jungen Menschen zustande, auch die Fußballer spielten gelegentlich in den befreundeten Städten. Kontakte bestehen zwischen der „Harmonie Municipale“ und der „Stadtmusik“, den „Scouts de France“ und der Pfadfinderschaft St. Georg, sowie dem Chor „Amitié“ und dem „Frohsinn“ sowie den Sozialisten und der SPD. Die Künstlergruppe „Palette“ beteiligte sich bespielsweise im Juli 2002 an einer internationalen Ausstellung im Rahmen der Barockmusik-Tage in der Abtei „St. Michel“. Der Radfahrerverein „Wanderlust“ Waldmössingen beteiligte sich seit 1994 an verschiedenen Radtouren, zu denen die Hirsoner Radfahrer ihre Partnerstädte eingeladen haben.

Und auch der Verein für Städtepartnerschaft hat Beziehungen zu verschiedenen Organisationen. Darüberhinaus gibt es viele private Freundschaften, die sich im Laufe der Jahre aus den unterschiedlichsten Aktivitäten entwickelt haben. Über den Austausch im Rahmen der Kunst, Kultur und des Sports hinaus gibt es immer wieder einen Erfahrungsaustausch der politischen Vertreter und der Verwaltungen der beiden Städte. So nahmen Vertreter aus Hirson beispielsweise 1997 an der Umweltfachtagung oder am Erfahrungsaustausch im Rahmen des „Freiwilligentags“ in Schramberg teil.

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