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Glashütte

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Die Stadt

Glashütte, Sachsen

Zwickau, Crimmitschau, Klingenthal - alle möglichen Namen wurden genannt, als es um Kontakte aus Schamberg in die frühere DDR oder dann die neuen Bundesländer ging. Schon 1986 gab es auch in der Fünftälerstadt Diskussionen über eine mögliche Partnerschaft mit einer Stadt „drüben“. Und bereits im April 1987 fiel dann erstmals der Name der Stadt, mit der Schramberg dann - wenn auch unter anderen Vorzeichen - konkrete Kontakte aufnehmen sollte: Glashütte in Sachsen.

Schon das ehemalige Stadtoberhaupt Dr. Konstantin Hank hatte den Ort angepeilt; unter der Ägide von Oberbürgermeister Dr. Bernd Reichert wurde Glashütte wieder aktuell. Der Grund für dieses Interesse war eine gemeinsame Vergangenheit von Glashütte und Schramberg: In beiden Städten wurden und werden Uhren hergestellt. Doch konkret wurde es erst, als die DDR die Wende geschafft hatte: Im März 1990 fuhr eine Schramberger Gruppe bestehend aus Mitgliedern des Gemeinderates und der Verwaltung nach Glashütte und am 8. April 1990 traf in Schramberg eine 40köpfige Delegation aus Glashütte ein. Im Rathaus informierte eine Ausstellung der Stadtverwaltung über den möglichen Partner in Ostdeutschland.

Schamberg hilft beim Aufbau Ost

Sprecher der Glashütter Reisegruppe und erster Bürgermeister nach der Wende war Reinhard Fest von der PDS. Im Mai 1990 wurde er von Frank Reichel abgelöst, der bis zu seinem Ruhestand im Dezember 2007 Erster Bürger des Städtchens war. Der Ingenieur war bei der letzten Kommunalwahl zu DDR-Zeiten als CDU-Kandidat ins Rennen gegangen. Reichel hatte als einer der Ersten Kontakte nach Schramberg geknüpft. Nach der Wende hatte er die CDU am Runden Tisch in Glashütte vertreten. Sein Nachfolger ist seit dem Juli 2009 Bürgermeister Markus Dressler. Zu einer vertraglich geregelten Partnerschaft mit Glashütte kam es nicht – mit einer Gemeinde aus der DDR, also aus dem Ausland, wäre das noch gegangen. Doch Glashütte war nun eine Stadt im gleichen Land. Dennoch weiteten sich die Kontakte aus. Vor allem auf Verwaltungsebene leistete die Stadt Schramberg regelrecht Entwicklungsarbeit im Osten Deutschlands.

Als erste boten 1990 die beiden Ruhestandsbeamten Karl Armbruster und Josef Grüner ihre Mitarbeit an, um in Glashütte beim Aufbau einer Verwaltung nach westdeutschem Vorbild mitzuhelfen; und in den Folgejahren war wohl jeder Schramberger Amtsleiter mindestens einmal für einige Tage in Sachsen, um in seinem Fachgebiet mit anzupacken. Doch auch auf anderen Ebenen halfen Schramberger beim Aufbau Ost – so schickte der Verein für Städtepartnerschaft 1993 mehr als 2.000 Bücher nach Glashütte.

Exklusive Uhren aus Glashütte

Wie viele andere Kommunen befand sich Glashütte nach der Wende in einem radikalen Umbruch. Aus dem größten Arbeitgeber, dem VEB Glashütter Uhrenbetrieb, wurde die Glashütter Uhrenbetrieb GmbH (GUB), zunächst als Treuhand-Unternehmen. Im Oktober 1994 kauften zwei Geschäftsleute aus Bayern das Unternehmen. Vor 1989 arbeiteten dort mehr als 2.000 Menschen, nach einem Rückgang bis auf 100 Mitarbeiter stiegen die Beschäftigtenzahlen in den vergangenen Jahren wieder an.

Eine andere Traditionsfirma, die A. Lange und Söhne Uhren GmbH – Gründungsjahr 1845 – trat 1994 mit Uhren der obersten Qualitäts- und Preiskategorie an die Öffentlichkeit. Die Uhrenindustrie ist ein Pfund, mit dem Glashütte wuchert. Heute sind Uhren und Chronometer von Lange, Nomos, Mühle oder Glashütte Original wieder zu einem Begriff in Europa geworden – und zeigen dabei die Verbindung zu Schramberg in besonderer Weise auf: So wurden beispielsweise in der Computerzeitschrift „Chip“ Uhren von Junghans und Nomos gemeinsam vorgestellt und beworben.

Ähnliche Lage von Schramberg und Glashütte

Lohnendes Reiseziel ist Glashütte schon allein deshalb, weil vor seiner Haustür Dresden liegt. „Elbflorenz“ ist mit dem Auto über die A17 in etwa 25 Minuten zu erreichen; die Entfernung beträgt 25 Kilometer. Dennoch ist die Stadt Augusts des Starken mit ihren prächtigen Barockbauten – von der Brühl‘schen Terrassen bis zum Zwinger - allemal einen Tagesausflug (oder mehr) wert. Glashütte liegt im Freistaat Sachsen in der Nähe der Kreisstadt Pirna im Erzgebirge. Topographisch ähnelt es mit seiner Lage in einem engen Flusstal (Müglitz) umgeben von bewaldeten Bergen Schramberg. Die Talstadt liegt auf etwa 350 Metern über Meereshöhe, die umliegenden Berge reichen bis auf über 500 Meter hinauf. Zur Grenze nach Tschechien sind es etwa 16 Kilometer. Die Stadt blickt auf eine lange Bergbautradition zurück, die bis ins 14. Jahrhundert reicht. Im 19. Jahrhundert löste die Uhrenindustrie den Bergbau und das Strohflechten ab. Glashütte hat etwa 4.500 Einwohner.

Hochwasser in Glashütte

Am 12. und 13. August 2002 verursachten schwere Unwetter in der befreundeten Stadt Glashütte und ihren Stadtteilen, vor allem Schlottwitz, Überschwemmungen und schwere Verwüstungen. Die Bevölkerung der Stadt Schramberg und auch der Umlandgemeinden hat sich in dieser Situation überaus solidarisch mit den Menschen in Glashütte gezeigt. Durch verschiedene Spendenaktionen sind insgesamt ca. 200.000 € an Spendengeldern für Glashütte zusammengekommen.

Außerdem hat beispielsweise die Freiwillige Feuerwehr Schramberg auf Anforderung Fahrzeuge und technische Geräte bereitgestellt und auch viele Firmen haben Fahrzeuge, Geräte und Hilfe angeboten und die Schramberger Bands "Old News" und "Gams'n'Rosslers" organisierten unter der Schirmherrschaft von OB Dr. Herbert O. Zinell ein sehr erfolgreiches Benefiz-Doppelkonzert. Neben der finanziellen Hilfe wurde befristet auch städtisches Personal zur Unterstützung nach Glashütte abgeordnet. Die Partnerschaft der beiden Städte hat sich in dieser Notsituation bewährt.

20 Jahre Städtepartnerschaft – 20 Jahre Tag der Deutschen Einheit

Das Doppeljubiläum „20 Jahre Städtepartnerschaft Glashütte und Schramberg“ und „20 Jahre Tag der Deutschen Einheit“ wurde von den Partnerstädten vom 2. bis 3. Oktober 2010 gefeiert. Eine siebenköpfige Delegation der Verwaltung mit Herrn Oberbürgermeister Dr. Zinell an der Spitze folgte der Einladung der Partnerstadt und verbrachte zwei erlebnisreiche Tage in Glashütte.

lBericht und Bilder zu dem Besuch in Glashütte Oktober 2010
20 Jahre Städtepartnerschaft - Schramberger Delegation in Glashütte

Delegation feiert den 25. Tag der Deutschen Einheit in Glashütte

25 Jahre Tag der Deutschen Einheit und 25 Jahre Freundschaft zwischen Glashütte und Schramberg, das sollte nicht in Vergessenheit geraten. Auf Einladung der sächsischen Partnerstadt und dessen Bürgermeister Markus Dreßler reiste deshalb im Oktober 2015 eine kleine Schramberger Delegation nach Glashütte.
 
Die Freunde aus dem Osten Deutschlands bereiteten einen herzlichen Empfang und brachten in einem straffen Tagesprogramm den Gästen ihre Heimat im Süden von Dresden näher. Höhepunkt der Reise war der Besuch der Abendveranstaltung anlässlich des 25. Jubiläums der Deutschen Einheit. Heinz Eggert, erster Innenminister Sachsens nach der Wende, sprach über seine „Spannenden Zeiten“. Er schilderte interessant und kurzweilig seine Erlebnisse und Eindrücke bis zum Mauerfall und dessen unmittelbaren Auswirkungen. Helmut Banholzer überbrachte im Auftrag von Oberbürgermeister Thomas Herzog in einer Ansprache die Grüße aus Schramberg und ließ dabei 25 Jahre Städtepartnerschaft Revue passieren. Banholzer begleitet die Freundschaft zwischen den beiden Städten von der ersten Stunde an und ist mit dem ehemaligen Bürgermeister Frank Reichel sehr freundschaftlich verbunden.
 
Ebenfalls von Anfang an war Gerold Wegner dabei die guten Beziehungen zwischen Glashütte und Schramberg aufzubauen. Seit vielen Jahren ist er mit dem Verein für Städtepartnerschaften auf dem Weihnachtsmarkt in Glashütte mit einem Stand anzutreffen und macht dort mit schwäbischen Maultaschen Werbung für Schramberg. Ihm ist es auch zu verdanken, dass in diesem Jahr nun schon zum dritten Mal echtes sächsisches Stollengebäck auf dem Schramberger Weihnachtsmarkt (4. bis 6. Dezember 2015) erworben werden kann.

Oberbürgermeister Thomas Herzog konnte an der Fahrt nach Glashütte nicht teilnehmen, da zeitgleich in Schramberg die Trauerfeier für die verstorbene Ehefrau des Schramberger Ehrenbürgers Dr. Hans-Jochem Steim stattfand.



Glashütte Erkundung der Umgebung in einem Oldtimerbus

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