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Frauen und Gewalt 2008

Fahne am Rathaus

Seit Jahren engagiert sich der städtische Frauenbeirat mit der Fahnenaktion "NEIN zu Gewalt an Frauen" an der bundesweiten Aktion von Terre des Femmes. Im Jahr 2007 war Häusliche Gewalt das Schwerpunktthema. Die statistischen Angaben hierzu sind erschreckend. Laut Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend flüchten jährlich 40.000 Frauen in Frauenhäuser. Ungefähr 40 Prozent der in Deutschland lebenden Frauen erleben irgendwann in ihrem Leben körperliche und sexuelle Gewalt innerhalb der Paar- oder Familienbeziehungen. Durchschnittlich wird jeden Tag eine Frau von ihrem (Ex)Partner getötet.

Die Ausmaße und Formen der Gewalt gegen Frauen sind weniger bekannt oder werden immer nur im Kontext besonders schlimmer Verbrechen in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Deshalb möchte der Frauenbeirat mit einer Ausstellung zu einem Aspekt der Gewalt gegen Frauen einen Beitrag zu mehr Sensibilisierung leisten, und zeigt vom 4. April bis 27. April 2008 die von Terre des Femmes konzipierte Ausstellung "Ohne Glanz und Glamour - Prostitution und Frauenhandel im Zeitalter der Globalisierung". Zum Inhalt der Ausstellung schreibt Terre des Femmes: Bei der Prostitution wird gesellschaftlich mit unterschiedlichem Maß gemessen: die Sexarbeiterin wird verachtet und verurteilt, der Freier entschuldigt. Der Kunde von Prostituierten kann ein angesehener und respektierter Bürger sein. Diese verlogene Doppelmoral schützt die Freier, aber auch die Menschenhändler und stabilisiert den modernen Sklavenhandel. Daher sollen diese gesellschaftliche Doppelmoral und die damit verbundenen Vorurteile in Frage gestellt werden. Die Ausstellung gibt den einzelnen Akteuren im Bereich Prostitution und Frauenhandel ein konkretes Profil: Wer sind die Frauen in der Prostitution, wer sind die Freier, wer die Menschenhändler? Wir zeigen die erschreckenden Dimensionen und Wege der modernen Versklavung von Frauen auf. Die Ausstellung arbeitet heraus, dass Zwangsprostitution und Menschenhandel schwere Menschen-rechtsverletzungen darstellen. Damit diesem menschenverachtenden Geschäft mit Frauen der Boden entzogen werden kann, ist die offene gesellschaftliche Diskussion bereits ein erster Schritt.

Die Eröffnung, zu der wir Sie herzlich einladen, findet am Freitag, den 4. April um 17 Uhr im Schloss, Bahnhofstr. 1 statt.

Fahnen am Schloss


Hilfsangebote für von Gewalt betroffene Frauen! (PDF)

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