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Stadtnachrichten 2018

Geschichtsneigungskurs des Gymnasiums mit OB Herzog in Frankreich


100 Jahre Ende Erster Weltkrieg
60 Jahre Städtepartnerschaft Schramberg - Hirson
 
Geschichtsneigungskurs der Kursstufe 11 und Oberbürgermeister Thomas Herzog unterwegs auf den Spuren von Krieg und Versöhnung

 
Am 11. November 1918 endeten die Schrecken des Ersten Weltkrieges mit der Unterzeichnung des Waffenstillstandabkommens in einem Eisenbahnwaggon im Wald von Compiègne. Fast 100 Jahre später reiste der Geschichtsneigungskurs der Kursstufe 11 des Schramberger Gymnasiums in Begleitung ihres Lehrers Jürgen Hallmeyer und Oberbürgermeister Thomas Herzog nach Belgien und Frankreich, um in den früheren Kampfgebieten sich ein authentisches Bild von den Grausamkeiten des Krieges zu machen.
 
Erstes Ziel war die belgische Partnerstadt Charleroi. Seit 2012 findet auf dem Friedhof von Marcinelle, der Teilgemeinde von Charleroi mit der Schramberg 1964 freundschaftliche Kontakte geknüpft hat, eine gemeinsame Gedenkfeier der Botschaften Englands, Frankreichs und Deutschlands statt. Die Zeremonie im Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege wurde durch Beiträge der Schramberger Schülerinnen und Schüler mitgestaltet.
 
Selbstverständlich stand auch eine Besichtigung Charlerois auf dem Programm. Der Glockenturm des Rathauses der belgischen Partnerstadt zählt ebenso wie die Zeche Bois du Cazier zum Unesco Weltkulturerbe. Im Gegensatz dazu prägen Schornsteine, Industriegebäude und Arbeiterhäuser der früheren Kohle- und Stahlindustrie, die der Region ehemals großen Aufschwung brachte, jedoch seit den 70er Jahren an Bedeutung verlor, bis heute das Stadtbild.
 
Nach zwei ereignisreichen Tagen dort, stand als nächste Station die französische Partnerstadt Hirson auf dem Programm. Bürgermeister Jean-Jacques Thomas nutzte den Besuch für einen feierlichen Empfang der Gäste im Rathaus. Gemeinsam mit seinem deutschen Amtskollegen Herzog wurde die 60-jährige Städtefreundschaft mit der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages neu besiegelt. Dabei erinnerte Jean-Jaques Thomas an den Mut der beiden Vorgänger, die im Jahr 1957 diesen ersten Schritt der Annäherung wagten. Damals standen die Zeichen noch lange nicht auf Versöhnung. „Der eine war Deutscher, der andere Franzose; der eine war ein Konservativer, der andere ein Sozialist; der eine war Katholik, der andere Jude. Wir schulden Ihnen und der Geschichte gegenüber die glühende Verpflichtung das Erbe von Konstatin Hank und Raymond Fischer lebendig zu halten“, so der französische Bürgermeister. Oberbürgermeister Herzog führte an, dass nur im Dialog miteinander Populismus und Nationalismus begegnet werden kann.
 
Auf Einladung Hirsons besuchte man gemeinsam mit den französischen Gastgebern verschiedene Gedenkstätten des „Chemin des Dames“. Dieser markante Höhenzug gehört zu den stark umkämpften Regionen der Westfront im Ersten Weltkrieg.
 
Auf der Rückreise der eindrücklichen Geschichtsfahrt war ein Besuch von Verdun Pflicht. Verdun steht für eines der blutigsten Kapitel des Ersten Weltkriegs. Ganze Armeen fielen im unsinnigen Kampf um wenige hundert Meter Boden. Bis heute ist das sinnlose Massensterben an den Fronten ein Symbol für das menschenverach-tende Gesicht des Ersten Weltkrieges. Die Gedenkstätte von Verdun ist ein wichtiger Ort der Geschichte und der Erinnerung, denn das Schlachtfeld wurde für eine ganze Generation von Franzosen und Deutschen zum Trauma.
 
Am Ende kehrten alle Teilnehmer tief beeindruckt von ihrer Reise zurück, in dem Wissen und der Dankbarkeit in einem friedlichen Europa aufwachsen und leben zu dürfen.

Geschichtsfahrt 2018
In der Zeche Bois du Cazier nach der Gedenkfeier in Marcinelle.
Die Schülerinnen und Schüler des Geschichtskurses mit Oberbürgermeister Thomas Herzog, dem deutschen Botschafter in Brüssel Martin Kotthaus und ihrem Lehrer Jürgen Hallmeyer

Bildergalerie der Geschichtsfahrt 2018 gibt es hier auf der Schramberger Facebookseite (Kann man auch anschauen, wenn man selber nicht bei Facebook angemeldet ist)

Die Schülerinnen und Schüler des Geschichtskurses beteiligen sich an der Gedenkfeier am Volkstrauertag, 18. November 2018 um 11.30 Uhr auf dem Friedhof in Sulgen. Sie werden ihren Beitrag zum Ersten Weltkrieg, den sie auf dem Friedhof von Marcinelle vorgetragen haben, für uns wiederholen.


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