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Stadtnachrichten 2017

Eröffnung der Ausstellungen zum Stadtjubiläum im Stadtmuseum


Eröffnung der Ausstellungen zum Stadtjubiläum im Stadtmuseum Schramberg am Samstag, 15.7.17, 15 Uhr

Am Samstag, 15. Juli 2017, 15 Uhr eröffnet das Stadtmuseum Schramberg im Schloss die beiden Sonderausstellungen zum 150-jährigen Stadtjubiläum Schramberg „Die Sicht der Kinder mit der Lochkamera“ und „Rückblicke“ sowie die neue Abteilung „Adelsherrschaft“. Alle Interessierten sind hierzu sehr herzlich eingeladen.

Das Programm startet mit Beiträgen der Stadtmusik und dem Grußwort von Oberbürgermeister Thomas Herzog. Anschließend zeigen die Freiburger Künstlerin und Kunstpädagogin Brigitte Liebel und die Lochkamera-Kids ihre Ausstellung „Die Sicht der Kinder mit der Lochkamera“. Unter Anleitung der Künstlerin hatten experimentierfreudige Kids gemeinsam eine Reise zu den Anfängen der Fotografie unternommen und Lochkameras gebaut, mit denen sie das Geheimnis erkundeten, wie das Bild aufs Papier kommt. Durch Malen mit Licht setzten die jungen Lichtbildner das heutige Schramberg in Szene.
Um 16.30 Uhr gibt Museumsleiterin Gisela Lixfeld Einblick in das weitere Programm, das mit parallelen Führungen durch die Ausstellung „Rückblicke“ und die neue Abteilung „Adelsherrschaft“ um 17.00 und 19.00 Uhr fortgesetzt wird.

Die Ausstellung „Rückblicke“ begibt sich anhand von Abbildungen auf Schramberger Steingut, Fotografien und Exponaten aus den Museumssammlungen auf eine Zeitreise vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis heute. 1806 war Schramberg württembergisch geworden. Staatliche Gewerbeförderung, rigide Armenbeschäftigungspolitik und Unternehmergeist führten im 19. Jahrhundert zu einer enormen wirtschaftlichen Entwicklung des Marktfleckens. Der hohe Industrialisierungsgrad durch die ältesten Schramberger Industriebetriebe – die  Steingutfabrik Uechtritz & Faist, die Strohmanufakturen Haas und Wolber sowie die Emailfabrik Schweizer – bewirkten schließlich, dass der aufstrebende Industrieort im dritten Anlauf 1867 das Stadtrecht erhielt. Danach setzte sich der Aufschwung fort. Die Infrastruktur wurde in rasanter Geschwindigkeit weiter ausgebaut: Schulen, Eisenbahn, Post, elektrisches Licht, Telefon, Autobusverkehr hielten schnell Einzug in die junge Stadt. Neue Betriebe siedelten sich an. Die schnell wachsende Uhrenindustrie entwickelte sich weiter, begleitet von Zulieferern. Schramberg wurde nun Uhrenstadt. Neue Flächen wurden erschlossen. Die Stadt weitete sich schließlich durch Eingemeindungen aus: Sulgen und Sulgau, Heiligenbronn, Schönbronn, Waldmössingen und Tennenbronn. Industrie und Wohnungsbau strebten auf die Höhe.

Die neue Abteilung „Adelsherrschaft“, die von der Historikerin Gisela Roming erarbeitet wurde, blickt zurück bis ins 17. Jahrhundert. Die Burgengeschichte, die mit ihren Funden vom Leben auf Hohenschramberg und im Marktflecken erzählt, bekommt damit ihre Fortsetzung. Gisela Roming hat der Geschichte der Familie von Bissingen bis ins 20. Jahrhundert nachgespürt: dem Leben der Adelsfamilie in Schramberg, ihren Schlossbauten und Gartenanlagen, auch ihrer industriellen Betätigung durch Betreiben einer Nudelfabrik sowie Erzeugung von elektrischem Strom und schließlich ihrem Wegzug nach Hohenstein in den 1920er Jahren.
 
Stadtmuseum
 Junge Lichtsammler der museums- und kunstpädagogischen Aktion „Fotografieren mit der Lockkamera“ bei der Arbeit.

Stadtmuseum


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