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Stadtnachrichten 2015

Höhere Strompreise - konstante Preise für Erdgas


Pressemitteilung der Stadtwerke Schramberg GmbH & Co. KG vom 18.11.2015

Deutlich höhere Netzentgelte lassen Strompreise steigen

Nach Senkung im letzten Jahr jetzt Erhöhung der Stromgrundpreise - Preise für Erdgas bleiben konstant

Zum 01.01.2016 werden auch die Stadtwerke Schramberg die Grundpreise bei den Stromverträgen anpassen müssen. Damit erhöhen sich die monatlichen Stromkosten am Beispiel des Produkts KomfortStrom um 1,22 Euro brutto. Nachdem die Stadtwerke die Preise für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von: 3.500 Kilowattstunden zum 01.01.2015 um 2,0% senken konnten, bedeutet die Erhöhung des Grundpreises einen Anstieg um 1,4%. Die Stadtwerke garantieren die neuen Preise bis 31.12.2016.
 
Die Preisanpassung ist insbesondere aufgrund steigender Entgelte für die Nutzung der Stromnetze erforderlich. „Wir werden im kommenden Jahr annähernd zwanzig Prozent mehr für die Nutzung der Stromleitungen des uns vorgelagerten Netzes der Netze BW GmbH (früher EnBW Regional AG) bezahlen müssen. Diese steigenden Kosten in der Größenordnung von einer halben Million Euro können wir nicht mehr auffangen. Eine wesentliche Ursache für die steigenden Netzkosten ist, dass aufgrund des starken Wachstums der Erneuerbaren Energien die Stromnetze massiv aus- und umgebaut werden müssen. Immer mehr Anlagen, die Strom aus Erneuerbaren Energien liefern, müssen an das Netz angeschlossen werden. Strom aus Wind und Sonne wird außerdem zunehmend dezentral und teilweise verbrauchsfern erzeugt. Deshalb muss auch das Übertragungsnetz ausgebaut werden, um den Strom zu den Verbrauchszentren transportieren zu können“, erklärt Peter Kälble, Geschäftsführer der Stadtwerke. Die Netzentgelte werden von den staatlichen Regulierungsbehörden insbesondere mit Blick auf Kosteneffizienz streng geprüft und genehmigt. Sie machen etwa 23 Prozent am Strompreis aus.
 
Neben den Netzentgelten verändern sich zum Jahreswechsel weitere Preisbestandteile. Die staatlich vorgegebene Umlage zur Förderung Erneuerbarer Energien (EEG-Umlage) wird im kommenden Jahr um drei Prozent auf 6,354 Cent/kWh steigen. Auch der KWK-Aufschlag zur Förderung hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen wird im kommenden Jahr um 0,191 Cent pro Kilowattstunde erhöht. Die staatliche Steuer- und Abgabenbelastung bleibt damit nahezu unverändert hoch: Etwa 52 Prozent des Preises, den Stromkunden zahlen, sind staatliche Steuern, Abgaben und Umlagen.
 
Durch eine vorausschauende Beschaffungsstrategie und interne Kosteneinsparungen können die Stadtwerke einen Großteil dieser zusätzlichen Belastungen ausgleichen und den Preis pro Kilowattstunde stabil halten.
 
Bundesweit werden allein die Belastungen aus der EEG-Umlage nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) im Jahr 2016 voraussichtlich 22,9 Milliarden Euro betragen. Die Gesamtbelastung der staatlichen Steuern und Abgaben bei Strom (EEG-Umlage, Stromsteuer, KWK-Aufschlag, §19 StromNEV-Umlage, Offshore-Haftungsumlage und der Konzessionsabgabe) für die Verbraucher liegt 2015 bei über 32 Milliarden Euro.
 
Peter Kälble betont, dass die Stadtwerke klar zu den Zielen der Energiewende und zum Ausbau der Erneuerbaren Energien und zur Förderung von hocheffizienten KWK-Anlagen stehen. „Wir haben selbst innovative Projekte angeschoben, wie zum Beispiel unser Windkraftprojekt Steigers Eck und unser Engagement in weitere Windkraftbeteiligungen in der Ostsee oder auch im Binnenland. Aber: Bei den Kosten für den Ausbau der Erneuerbaren Energien ist dringend mehr Augenmaß erforderlich, um die Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger auf ein verträgliches Maß zu begrenzen. Hier ist jetzt die Politik gefragt“, so Peter Kälble.
 
Im Gegensatz zu den Strompreisen bleiben die Erdgaspreise stabil. Wer sich für einen längerfristigen Vertrag mit den Stadtwerken entscheidet, kann gegebenenfalls deutlich sparen. Weitere Informationen sind erhältlich bei den Stadtwerken unter Tel.: 07422-953415 oder im Internet unter www.stadtwerke-schramberg.de.

Grafik Stadtwerke Schramberg



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