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Stadtnachrichten 2012

Vortrag "Stimmen aus dem Kreißsaal Baden -Württembergs' - Schramberg, Schwenningen und das vereinte Schwabenland“ am 30. März 2012


Am 25. April wird das Bundesland Baden-Württemberg 60 Jahre alt. Die Diskussion um die Gründung eines Südweststaates reicht jedoch viel weiter zurück. Der Historiker, Philologe und Ethiker Michael J. H. Zimmermann aus Schwenningen am Neckar wird am Freitag an die frühen Anfänge erinnern.

Auf Einladung des Stadtarchivs Schramberg in Kooperation mit dem Museums- und Geschichtsverein Schramberg wird der Referent über das Thema „’Stimmen aus dem Kreißsaal Baden-Württembergs’ – Schramberg, Schwenningen und das vereinte Schwabenland“ sprechen und auf der Grundlage intensiver Recherchen viel Neues über die bereits vor dem Ersten Weltkrieg einsetzenden Geburtswehen des heute so selbstverständlich gewordenen Bindestrichlandes Baden-Württemberg richten.

Einen gewaltigen Vorlauf benötigte der Einigungsgedanke. Zu lange musste die 1911 am Neckarursprung geäußerte Hoffnung der Württemberger Liberalen um Richard Bürk und Conrad Haußmann auf einen Südweststaat als „Föderation des Friedens und der Freiheit“ unerfüllt bleiben – auch nach dem Sturz der Monarchien als Hemmnis auf dem Weg zum Südweststaat. Noch 1921 wurde die Vereinigung Badens, Württembergs und Hohenzollerns auf Reichsebene erfolglos debattiert.

Da brachten die Grenzstädte Schramberg und Schwenningen gemeinsam Bewegung in die Sache: Denn „regen muß man sich, gerade auch unten“; kommunale Initiativen können zünden. So luden sie, Mitstreiter um sich scharend, Vertreter der Politik, der Gesellschaft, der Wirtschaft aus Stadt, Land und Reich ins 1918 schon als Hauptstadt „Großschwabens“ gehandelte Donaueschingen, um auf Konferenzen die Gründung „Baden-Württembergs“ via Volksabstimmung zu erwirken. Der Name des heutigen Bundeslandes blieb nicht die einzige Folge der Treffen – dank der von Schwenningens Oberbürgermeister ins Leben gerufenen überparteilichen „Vereinigung Baden-Württemberg“: Ohne seinen frühen Tod wäre das Reichsland womöglich in der Weimarer Republik noch entstanden.

Die ersten Impulse aber gab Schrambergs Stadtschultheiß Eugen Ritter als entschiedener Vorkämpfer des Südweststaats. Die beiden vielfach miteinander verbundenen Weltuhrenstädte waren nur dank unglücklicher Umstände ihrer Zeit voraus. Doch stellten sie die Zeiger auf eine bessere Zukunft.

Der Vortrag findet am Freitag, 30. März, um 19 Uhr im Lese-Café der Mediathek statt. Der Eintritt ist frei.


Resolution Gemeinderat 1921
Beginn einer Resolution des Gemeinderates der Stadt Schramberg zur Bildung eines Südweststaates aus dem Frühjahr 1921.
Foto: Stadtarchiv Schramberg

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