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Stadtnachrichten 2012

Kälteeinbruch: Gasversorgung an der Kapazitätsgrenze


Kunden der Stadtwerke sollen Raumtemperatur möglichst etwas absenken – Erste Probleme mit eingefrorenen Wasserzählern

Schramberg (pm) – Die Situation ist angespannt: Aufgrund des ungewöhnlichen Kälteeinbruchs kommt es inzwischen zu ersten Engpässen bei der Gasversorgung, denn die Lieferanten der Stadtwerke Schramberg stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen. Außerdem sind durch den strengen Frost bereits Wasserzähler und Hausanschlussleitungen eingefroren.

„Wir müssen unsere Kunden bitten, trotz der extremen Kälte die Raumtemperatur etwas abzusenken“, sagt Geschäftsführer Peter Kälble. Diese Bitte geht auch an die hiesigen Industrie- und Gewerbebetriebe. Durch diese Maßnahme reduziert sich der Gasverbrauch, was zu einer leichten Entspannung führen soll. Grund zur Sorge bestehe allerdings nicht, betont Kälble: „Die Versorgung ist nicht unsicher, aber sie ist angespannt.“ Deshalb hat die Gasversorgung Süddeutschland, die auch die Stadtwerke Schramberg beliefert, ihre Kunden aufgefordert,  nach kurzfristigen Einsparmöglichkeiten zu suchen.

Seit Tagen schon herrscht auch im Raum Schramberg Dauerfrost – im Tagesmittel lag die Temperatur am Sonntag bei minus 15,94 Grad und am Samstag bei minus 15,66 Grad. „Solche Werte sind schon außergewöhnlich, das habe ich bislang nicht erlebt“, betont Peter Kälble. Dadurch steigt der Verbrauch an Erdgas erheblich und die Stadtwerke fahren an der Kapazitätsgrenze. Und dies, obwohl  die Gaswirtschaft in Deutschland über das größte Speichervolumen für Erdgas in der Europäischen Union verfügt und somit auf große Reserven zurückgreifen kann. Die 47 deutschen Untertage-Gasspeicher an 40 Standorten können gut 21 Milliarden Kubikmeter aufnehmen, der darin gelagerte Vorrat deckt rund ein Viertel des deutschen Jahresbedarfs an Erdgas.


Wasser-Hausanschlüsse und Wasserzähler eingefroren

Zu ersten Schäden aufgrund der Kälte ist es nach den Worten von Christoph Huber, technischer Leiter der Stadtwerke, bei der Wasserversorgung gekommen. „Unsere Mitarbeiter sind laufend im Einsatz, um eingefrorene Wasserzähler in den Häusern sowie zugefrorene Hausanschlussleitungen wieder aufzutauen.“ Dazu werden verschiedene  Möglichkeiten angewendet – beispielsweise Auftaugeräte oder auch Bunsenbrenner. Immer wieder melden sich Kunden bei den Stadtwerken, weil ihre Wasserversorgung unterbrochen ist. „Wir versuchen natürlich sofort, Abhilfe zu schaffen. Aber wir können nicht überall gleichzeitig sein“, wirbt Huber um Verständnis. Die Folgen eingefrorener Hausanschlüsse können fatal sein – so  ist am Wochenende in einem Gebäude in Schramberg eine Hausanschlussleitung durch das gefrorene Wasser geplatzt und hat den gesamten Keller unter Wasser gesetzt. Sogar die Feuerwehr musste ausrücken.

Um Schäden zu vermeiden, sollte man bei diesen extremen Temperaturen unbedingt alle Fenster in den Kellerräumen schließen, rät Huber. Hilfreich ist auch, die Leitungen durch eine Isolierung vor Frost zu schützen. Außerdem sollte man darauf achten, dass immer wieder der Wasserhahn aufgedreht wird – dadurch sinkt die Gefahr, dass Wasser in der Hausanschlussleitung zu lange steht und dann einfriert. Insbesondere in Singlehaushalten oder Gebäuden, die nur von einer Person bewohnt werden, ist dies besonders wichtig. Mehrfamilienhäuser mit vielen Verbrauchern sind davon weniger betroffen.

Neben dem Ärger sollten Hauseigentümer und Bewohner auch an die Kosten denken, die für den Einsatz der Stadtwerke-Mitarbeiter oder eines privaten Installationsunternehmens entstehen. Und wenn eine Hausanschlussleitung einmal bis ins Erdreich zugefroren ist, kann es Wochen dauern, bis wieder Wasser fließt.

Die Stadtwerke selber waren am Wochenende übriges auch „Opfer“ der kalten Witterung: In der Oberndorfer Straße gab es einen Rohrbruch, sodass mehrere Gebäude von der Wasserversorgung abgehängt waren. „Bei minus 16 Grad haben wir gestern den Rohrbruch beseitigt, das ist eine große Herausforderung“, betont Christoph Huber. Man werde auch in den kommenden Tagen alles dafür tun, um eine zuverlässige Versorgung der Kunden mit Gas, Wasser und Strom sicher zu stellen.



Ansprechpartner für die Presse:

Stadtwerke Schramberg GmbH & Co. KG
Geschäftsführer Peter Kälble
Tel.: 0 74 22 / 95 34-100


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