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Stadtnachrichten 2009

Nationaler Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus


Das Verdrängen und Vergessen ist das zentrale Thema der Veranstaltungen der Stadt zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27 Januar. Die Schriftstellerin und Dramaturgin Uta-Maria Heim, die aus Sulgen stammt, wird im Rahmen des diesjährigen Gedenktags den Umgang mit dem Nationalsozialismus aus der Sicht der Generation der Nachgeborenen beleuchten. Die Stadt Schramberg veranstaltet zum Nationalen Gedenktag am 27. Januar 2009 um 18.00 Uhr an der Gedenkstätte bei der Realschule eine Gedenkveranstaltung. Anschließend findet im Schramberger Schloss ein Gespräch mit Uta Maria Heim statt.

Über die NS-Zeit wurde lange Zeit geschwiegen. Entwicklungen wurden einseitig dargestellt. Das Leid des einen wurde gegen das des anderen aufgewogen. Zumindest bis weit in die 1960er-Jahre war Vergessen und Verdrängen die gängige Reaktion, was auch und gerade den Umgang mit Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft prägte. Uta-Maria Heim hat hierzu mit Zeitzeugen gesprochen, die Opfer des Nationalsozialismus waren. Hierüber wird sie bei der Veranstaltung im Schramberger Schloss ebenso reden wie über persönliche Erfahrungen im Umgang mit der Geschichte und im Umgang mit den Opfern des Nationalsozialismus, eben das Erleben einer Nachgeborenen. Dabei ist es der Schriftstellerin und Dramaturgin wichtig, nicht Fiktives in den Mittelpunkt der Betrachtung zu ziehen, sondern konkrete Ereignisse und Entwicklungen mit örtlichem Bezug.

Uta-Maria Heim hat sich auch als Dramaturgin beim Südwestrundfunk vielfach mit dem Thema der NS-Diktatur auseinander gesetzt. So hat Sie beispielsweise auch die von Carsten Kohlmann dokumentierte Geschichte der Verfolgung von Sinti Schramberg aufgegriffen und in einem halbstündigen Rundfunkbeitrag bearbeitet.

Die Stadt Schramberg veranstaltet seit 1997 jährlich aus Anlass des Nationalen Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus Gedenkveranstaltungen, Vorträge und Gespräche. Ausgangspunkt hierfür war nicht zuletzt auch eine interfraktionelle Initiative des Schramberger Gemeinderates „Gemeinsam gegen Gewalt“. Dieser Initiative, die von Alt-Stadtrat Albert Bäumer initiiert und geführt wurde, ist die Aufstellung des Mahnmals „Des Bruders Tod“ des Künstlers Siegfried Haas vor der Realschule zu verdanken. Das Mahnmal ist den Opfern von Willkür und Unterdrückung gewidmet, aber auch allen, die sich einsetzen für Miteinander und Menschenrechte. Mitveranstalter der Gedenkveranstaltungen in Schramberg ist der Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie“. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erinnerung an die Verfolgung im NS-Regime, aber auch im kommunistischen System aufrecht zu erhalten. Er bezieht auch dezidiert Stellung gegen die Auseinandersetzung mit Feindbildern, gegen Rassismus, gegen Fremdenfeindlichkeit, gegen Ausländerfeindlichkeit, gegen Antisemitismus und gegen andere Formen des politischen Extremismus. Er unterstützt dabei insbesondere die Forschungs- und Bildungsarbeit.

Gedenkrede von OB Dr. Zinell anlässlich der Veranstaltung


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