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Stadtnachrichten 2009

Fach- oder Portalklinik - privat oder wie bisher öffentlich-rechtlich?


„Wer heute Abend hier rausgeht und denkt es besteht eine Chance das alles beim Alten bleibt, der lebt in einer falschen Welt!“
So Schrambergs Oberbürgermeister Herbert O.Zinell in seinem Schlußwort.

Annähernd 400 Interessierte kamen am Donnerstag zur Informationsveranstaltung in die Aula des Schramberger Gymnasiums, wo das so genannte "Ergänzungsgutachten" des Beratungsunternehmens "Solidaris" vorgestellt wurde. Im Gegensatz zum Gutachten, auf dessen Basis der Kreistag am 2. Februar 2009 die Konzeption für das Krankenhauswesen im Landkreis Rottweil vorgegeben hatten wurden in diesem Ergänzungsgutachten hinsichtlich der Standorte Rottweil und Schramberg keine Vorgaben gemacht. Folglich wurden auch Lösungsansätze untersucht, die eine komplette Schließung des Krankenhauses in Schramberg zu Gunsten von Rottweil und Oberndorf bzw. auch zu Gunsten eines Zentralklinikums vorsehen.

Nach wie vor denkbar ist nach Ansicht der Gutachter die Umsetzung des Konzepts vom 2. Februar 2009. Neu ins Spiel gebracht wurde eine so genannte Portalklinik, die in einer Untervariante über 20 bis 25 Betten verfügen würde, in einer anderen über 35 bis 40 Betten. Landrat Dr. Michel erklärte, dass mit ihm eine Schließung des Standortes Schramberg nicht zu machen sei. Präferiert wird vom Landrat offenkundig eine Portalklinik in der Ausprägung mit 35 bis 40 Betten. Für die Task-Force Gesundheitswesen nahm deren Sprecher Winfried Halusa Stellung. Der Mindestbedarf für ein Krankenhaus in Schramberg müsse sich aufgrund Entfernungen und topographischer Bedingungen an einer 24-Stunden-Notfallversorgung orientieren. Dazu sei eine funktionierende innere Abteilung und eine funktionierende chirurgische Abteilung ebenso notwendig wie eine ständige Anästhesiebereitschaft.

Zu überdenken sei die Haltung zur Geburtshilfe. Die Belegabteilung Geburtshilfe sei mit ca. 550 Geburten im Jahr die größte ihrer Art in Südbaden. In Gesprächen mit anderen Trägern sei deutlich geworden, dass man an sich versuchen müsste, eine Abteilung dieser Größe zu halten. Entscheidend sei aber der Umstand, dass durch die zum Jahresanfang erfolgte Schließung der Geburtshilfestation in Wolfach es zwischen Rottweil und Lahr keine Geburtshilfestation mehr geben würde. Angesichts bisheriger Entwicklungen und auch angesichts der sich abzeichnenden Entwicklung der Finanzen der Kommunen und damit auch des Landkreises, seien Zweifel angebracht, dass der Landkreis alleine die notwendigen Veränderungen im Krankenhauswesen so schultern könne, dass eine qualitativ gute und wohnortnahe Versorgung gewährleistet werden könne. Deshalb habe die Task-Force Gesundheitswesen den Kreistag aufgefordert, im Rahmen eines Wettbewerbs, der sich an andere öffentliche, frei gemeinnützige oder auch private Träger richtet, auszuloten, wie in anderer Trägerschaft die oben genannte Zielsetzung zu erreichen sei.

Task-Force Sprecher Winfried Halusa, OB Dr. Zinell, Landrat Dr. Michel
Task-Force Sprecher Winfried Halusa, OB Dr. Zinell, Landrat Dr. Michel

Dem Informationsteil folgte eine lebhafte, gut zweistündige Diskussion an der sich sowohl Schramberger Kommunalpolitiker, interessierte Bürgerinnen und Bürger als auch direkt betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreiskrankenhauses Schramberg beteiligten.

Blick in die gut besuchte Aula


Die Kurzpräsentation des Gutachtens des Beratungsunternehmens Solidaris und die Stellungnahme der Task-Force Gesundheitswesen hier im PDF-Format zum Download.

Pfeillogo  Kurzpräsentation Solidaris
Pfeillogo  Stellungnahme Task-Force Gesundheitswesen


Task-Force = Projektgruppe, Arbeitsgruppe, Arbeitskreis

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