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Aktuelles & Service

Offenhaltung der Landschaft -
ein Thema das uns alle angeht!

Die Zusammenarbeit von Landwirten, Behörden, den Naturschutz-verbänden und der Bevölkerung ist eine wichtige Voraussetzung für den Erhalt unserer Kulturlandschaft. Dies betonen die Referenten vor zahlreichen Zuhörern in der Cafeteria des Hauses am Adlerbrunnen in Dunningen.

Informationsabend Landschaftserhaltung

Eingeladen hatten der Arbeitskreis des Landesnaturschutzverbandes Kreis Rottweil und der Landschaftsentwicklungsverband Mittlerer Schwarzwald zu einem Informationsabend mit dem Thema „Land-schaftserhaltung und Landschaftsentwicklung“.

Weidetiere sind die besten Landschaftspfleger, betonen Frank Lamprecht von „Landschaftspflege mit Biss“ und Claus Ding, der mit seiner Moorschnuckenherde Feuchtgebiete und Moore beweidet -und das mit großem Erfolg!

Der Betrieb „Landschaftspflege mit Biss“ pflegt mit ca. 500 Tieren hauptsächlich sehr steile und unwegsame Bereiche. Auf vielen dieser für uns sehr wertvollen Flächen werden zuerst Ziegen eingesetzt um das Buschwerk, eine bevorzugte Speise der Ziegen, zu entfernen. In der Folge sorgen dann Schafe für die Offenhaltung und Pflege.

Die Moorschnuckenherde von Herrn Claus Ding dagegen, wird bevorzugt in den zahlreichen Feuchtgebieten der Region eingesetzt. So läuft zum Beispiel im Schwenninger Moos seit 2003 ein Projekt, um den aufkommende Bewuchs durch Birkensprösslinge im Inneren des Mooses durch die Beweidung mit Moorschnucken in Zaun zu halten. Dadurch wird der Lebensraum von zahlreichen seltenen Pflanzen- und Tierarten erhalten.

Zur Stärkung der Teilnehmer haben die Betriebe ein vielseitiges Buffet aus heimischen Schaf und Ziegenprodukten vorbereitet, das auf große Begeisterung stieß.

Informationstafeln Landschaftserhaltung

Herr Herrmann Kraft, Vorsitzender des BUND Regionalverbands informiert die interessieren Zuhörer über die finanzielle Unterstützung der Landwirtschaft durch das Land. Er erachtet es als dringend notwendig die Landwirte in der Forderung darin zu unterstützen, dass der Mehraufwand der durch die Bewirtschaftung von sehr aufwändigen Flächen entsteht, durch angemessene Ausgleichszahlungen honoriert wird.

Auch Susanne Kopf vom Landschaftsentwicklungsverband Mittlerer Schwarzwald (LEV) sieht einen fairen finanziellen Ausgleich für die Landwirte in benachteiligten Regionen als Grundlage dafür an, dass die Kulturlandschaft in diesem Maße erhalten bleiben kann. In einem kurzen Vortrag berichtet sie über die Tätigkeiten des LEV und die Bedeutung und Problematik der Offenhaltung. Sie betont, dass letztendlich jeder Einzelne Einfluss auf die Gestaltung seiner Umgebung hat. Zum Beispiel die Unterstützung der Landwirtschaft durch den Kauf von regionalen Produkten oder auch durch das Engagement bei der Pflege unserer Landschaft.

In diesem Sinne möchten der Landesnaturschutzverband und der LEV zu einer gemeinsamen Landschaftspflegeaktion einladen, die am Samstag den 18. Oktober in Lauterbach stattfinden wird. Eine Fläche die seit vielen Jahren Brach liegt soll soweit von Gehölzen befreit werden, dass sie anschließend mit Moorschnucken gepflegt und als Offenland erhalten bleiben kann. Zahlreiche Helfer sind willkommen!

Weitere Informationen werden in der Presse mitgeteilt, erhalten Sie aber auch bei der LEV Geschäftsstelle in Schiltach unter der Telefonnr. 0 78 36 - 58 63.


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