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Deutschlands mächtigste Fichte steht auf der Gemarkung Tennenbronn

Am vergangenen Donnerstag zeigten sich Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel und Christina Romer von der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Rottweil, Oberbürgermeister Dr. Herbert O. Zinell, Tennenbronns Ortsvorsteher Klaus Köser, Ingo Strugalla, Vorstand der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau, sowie Frank Philipp und Holger Thoma von der Forstabteilung der Stiftung von dem Baum der Superlative beeindruckt. Stolz präsentierten sie die mächtigste Weidfichte Deutschlands den anwesenden Vertretern der Presse und des Rundfunks.

Die Fichte, die bereits seit dem 12. Dezember 1950 als Naturdenkmal Nr. 159 eingestuft und geschützt ist, ist ab ca. zwei Meter Höhe mehrfach gezwieselt, was bedeutet, dass sie vermutlich durch den ehemaligen Verbiss von Weide- oder Wildtieren mehrere Stämme ausgebildet hat. Der Baum steht schon lange frei und hat sich bei guter Wasserversorgung bestens entwickelt und ist tief beastet. Zeitlebens steht die Weidfichte auf einer Höhe von 891 Meter über dem Meeresspiegel im Bereich des „Windkapfes“ und ist damit extremen Witterungsverhältnissen ausgesetzt. Grundstückseigentümerin der Wiese auf dem „Windkapf“, auf der die Fichte thront, ist die Evangelische Stiftung Pflege Schönau, eine kirchliche Immobilienverwaltung, mit Sitz in Heidelberg.

Heute misst die Fichte in einem Meter Höhe einen Umfang von 6,30 Meter, in einer Höhe von 1,30 Meter einen Umfang von rund 6 Meter. Sie kann damit als dickste Fichte Deutschlands bezeichnet werden, auch wenn man davon ausgehen muss, dass es sich bei dem Baum nicht um einen einzigen Stamm bzw. Kern handelt. Die dickste bisher bekannte Fichte Deutschlands steht im Taunus und weist einen Umfang von 5,50 Metern auf, wobei es sich dabei nachweislich um einen einzigen Baumstamm handelt.

Daneben zählt die Fichte zu den besonderen und ältesten Bäumen in Deutschlands. Sie zeugt von ca. 200 bis 280 Jahren Zeitgeschichte. Die Weidfichte in Tennenbronn steht auf einem besonderen Standort im Grenzgebiet zwischen Baden und Württemberg und im Bereich der europäischen Hauptwasserscheide und beweist, dass extreme und widrige Verhältnisse abhärten und gerade dadurch ein längeres Leben möglich sein kann.

Mächtigste Fichte

Aufmerksam auf die besondere Fichte auf dem „Windkapf“ wurde Bernd Ullrich, Mitautor des Buches „Deutschlands alte Bäume“. Ullrich erkundigte sich im vergangenen Jahr nach einer dicken Weidfichte auf der Gemarkung Tennenbronn, welche vermutlich zu den dicksten Fichten in Deutschland zählen könnte. Das Landratsamt Rottweil teilte Bernd Ulrich daraufhin mit, dass es sich bei der von ihm gesuchten Fichte vermutlich um das Naturdenkmal Nr. 159, Weidfichte auf der Gemarkung Tennenbronn, handelt. Die Weidfichte in Tennenbronn wird in der nächsten Auflage des Buches „Deutschlands alte Bäume“ von Bernd Ullrich, Stefan Kühn und Uwe Kühn als dickste Fichte Deutschlands mit aufgenommen.

Mächtigste Fichte


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