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Schramberger Bürger auf Infofahrt in Waiblingen

Wie läuft´s anderswo?

Das war eine Fragestellung, die im Bürgerforum Jugend-Familie-Senioren immer wieder aufkam. Wie machen es andere Kommunen mit der Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements? Welche Strukturen und Beteiligungsmöglichkeiten haben Familien und Senioren? Informationsbesuche in mehreren Kommunen wurden vereinbart.
Die erste Ausfahrt nach Waiblingen machte eine Bürgergruppe am vergangenen Samstag. Verantwortlich für die Förderung und Vernetzung von Bürgerschaftlichem Engagement (BE) ist dort Ursula Sauerzapf mit einer 100% Stelle, die den interessierten Schrambergern gemeinsam mit einigen Freiwilligen das Waiblinger Konzept vorstellte. Unter dem Motto Waiblingen ENGAGIERT ist die Förderung des Ehrenamtes vom Gemeinderat gewollt und als Schlüsselprojekt in den Waiblinger Stadtentwicklungsplan aufgenommen. Dazu gehören konkrete Unterstützungsleistungen, Entwicklung und Umsetzung des Konzeptes für Anerkennungskultur, gezielte Öffentlichkeitsarbeit und die Initiierung und Durchführung eigener Projekte. Ein beratendes Gremium aus Gemeinderäten, Verwaltung und Bürgerschaft garantieret den Dialog mit der BE- Fachstelle. In Waiblingen ist BE-Förderung als Querschnittsaufgabe institutionalisiert.

So startete Waiblingen mit großem Erfolg im vergangenen Herbst eine Ehrenamtskampagne, seither fährt ein Linienbus mit dem Werbe-Slogan: „Wer ich bin und was ich kann - engagierte Köpfe gesucht - schenk und Deine Talente!“ Tausende von Postkarten mit künstlerischen Fotos von helfenden, engagierten Waiblingern – gestaltet von der örtlichen Fotogruppe – sind im Umlauf und werden zum Beispiel von den Fachgeschäften als nette Geste in die Einkauftüte dazu gesteckt. Die dazugehörige Fotoausstellung ist auf Wanderschaft in verschiedenen Institutionen und Teilorten. Kinowerbung wird gerade entwickelt. Großen Zuspruch verzeichnen auch die Einsteigerseminare für neue Freiwillige und das umfangreiche Fortbildungsangebot.
Die Waiblinger Freiwilligenagentur wird von einem Team engagierter Bürger und Bürgerinnen gemanagt. Die Frage aus der Schramberger Gruppe nach dem Motiv für sein Engagement beantwortete einer der Aktiven: „Ich war während meines Berufslebens nie freiwillig tätig, weil ich als Verkaufleiter einer großen Firma dazu einfach keine Zeit hatte. Jetzt will ich der Gesellschaft etwas zurückgeben!“ Die Vermittlung von Freiwilligen in soziale Einrichtungen ist aufwändig. In intensiven Beratungsgesprächen werden Fähigkeiten und Interessen geklärt, damit die beiderseitigen Erwartungen wirklich „passen“. Man muss sehr gut zuhören können, das ist „Knochenarbeit“ weiß eine andere freiwillige Beraterin. Beeindruckend war auch die Aussage, dass es beispielsweise „in Waiblingen mittlerweile keinen Kindergarten mehr gibt, in dem nicht Freiwillige kontinuierlich oder in Projekten mitarbeiten. Als kleines Dankeschön für besonders engagierte Bürger wird der so genannte „Stadtpass“ mit einer Reihe von Vergünstigungen bei städtischen Einrichtungen und Aktivitäten verstanden. Auch diese Anregung wurde von den Schrambergern notiert.

Neben dem Waiblinger Tauschring mit über 150 Mitgliedern stieß auch die Vorstellung des Aktionsprogramms Mehrgenerationenhaus auf großes Interesse bei der Besuchergruppe aus Schramberg. Gerade hat nämlich die Waiblinger Familienbildungsstätte den Zuschlag für eines der bundesweit über 400 vorgesehenen Mehrgenerationenhäuser bekommen, die das Familienministerium mit Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen fördert. Das Konzept sieht eine enge Verzahnung der Arbeit von freiwilligen und professionellen Kräften vor. Eine Stätte der Begegnung, der Weitergabe von Erziehungswissen, und Alltagskompetenzen. Man sucht dieses „Haus“, die Gemeinschaft auf wenn man Bedarf hat; wenn man Hilfe braucht oder wenn man Hilfe geben möchte. Das Haus geht auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Generationen ein. Es gibt einen Cafebereich für Begegnung und Kommunikation. Gleichzeitig ist es eine Börse für Aktivitäten und gegenseitige Dienstleistungen sowie Bildungsangebote.

Beim anschließenden gemeinsamen Mittagsimbiss gab es mit den Gastgebern und den Schramberger Freiwilligen noch einen regen Austausch und man war sich einig, dass es einfach gut tut, über den Tellerrand zu schauen. Das soll auch fortgeführt werden mit weiteren Besuchsfahrten, zu denen wieder Interessierte aus der Bürgerschaft und dem Gemeinderat eingeladen sind.

Nächster Termin: Fahrt nach Filderstadt am Samstag 21.4.2007. Anmeldung im JUKS unter 07422 – 20696 oder per Email saurer@juks-online.de

Bürgergruppe in Waiblingen
Schramberger Bürgergruppe in Waiblingen


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