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Analyse der Kriminalitätsentwicklung 2006
in der Großen Kreisstadt Schramberg

Die Bürgerinnen und Bürger von Schramberg leben in der sichersten Großen Kreisstadt im ganzen Regierungsbezirk Freiburg. Diese positive Bilanz gaben Polizeidirektor Gerold Sigg, der Leiter der Polizeidirektion Rottweil, und Ober-bürgermeister Dr. Herbert Zinell gemeinsam anlässlich der Pressekonferenz zur Kriminalstatistik 2006 bekannt.


Die Gesamtzahl der Straftaten (Schramberg ohne Tennenbronn) ging im Vergleich zum Vorjahr um 22 Fälle auf 977 zurück. Hinzu kommen 2006 erstmals die Straftaten der Gemeinde Tennenbronn (35), die am 01.05.2006 eingemeindet wurde, so dass die Gesamt-zahl der Straftaten bei 1012 liegt. Schramberg weist damit die niedrigste Kriminalitätsbelastung aller Großen Kreisstädte im Regierungsbezirk Freiburg auf.

(Wegen der erst zum Monat Mai vorgenommenen Eingemeindung werden die Zahlen von Tennenbronn erst in der kommenden Statistik in die Einzelfallbetrachtung einbezogen).

Die Aufklärungsquote ist von 69,9 leicht auf 67,9 Prozent gesunken. Sie liegt damit aber immer noch deutlich höher als der Landes-schnitt von 60,1 Prozent.

Abnahmen und Steigerungen innerhalb der einzelnen Deliktsbereiche lagen im vergangenen Jahr weitgehend im Rahmen statischer Schwankungen. Auffällige Entwicklungen gab es im Wesentlichen bei den Betrugsdelikten, Sachbeschädigungen an Kraftfahrzeugen und Rohheitsdelikten.

Rückläufige Zahlen gab es vor allem bei den schweren Diebstählen, die um 37 Fälle von 104 auf 67 zurückgingen.  Auch die Rohheits-delikte gingen im vergangenen Jahr zurück und zwar von 153 auf 140 Delikte. Dies entspricht einem Rückgang von 8,5 Prozent. Allerdings befinden sie sich im langjährigen Vergleich immer noch auf einem hohen Niveau. Zurückgegangen sind dabei vor allem die einfachen Körperverletzungen (von 87 auf 72), gefährliche Körper-verletzungen stiegen dagegen leicht von 30 auf 33 Fälle an.

Einen deutlichen Anstieg gab es bei den Sachbeschädigungen an Kfz, die von 74 auf 119 Fälle anstiegen. Dies führte dazu, dass insgesamt die Delikte der Straßenkriminalität von 146 auf 194 Taten anstiegen. Mit dazu beigetragen hat auch der Anstieg der Dieb-stähle aus Kraftfahrzeugen von 8 auf 17 Taten.  Allerdings gibt hier die Statistik das Jahr 2006 nicht ganz korrekt wieder. Gerade im Bereich der Straßenkriminalität fließt eine Serie von Sachbe-schädigungen von 35 Pkw’s mit ein, die bereits Ende Dezember 2005 begangen wurde, die statistisch aber erst 2006 erfasst worden ist.

Die Polizei hat 2006 insgesamt 460 Tatverdächtige ermitteln können, dies waren 52 weniger als im Vorjahr.  Erwachsene über 21 Jahre waren in 285 (Vorjahr 344) Fällen Täter, Personen unter 21 Jahren wurden 175 (168) Mal als Tatverdächtige ermittelt.
Während die Zahl der straffällig gewordenen Kinder (bis 14 Jahre) von 19 auf 33 anstieg, blieben die Jugendlichen (von 14 bis 18 Jahren) mit 93 auf dem Niveau des Vorjahres (91). Ein Rückgang von 58 auf 48 war dagegen bei den Heranwachsenden (18 bis 21 Jahre) zu verzeichnen.

Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger ging von 112 auf 96 Personen zurück und lag mit einem Anteil von 20,9 Prozent an der Gesamtzahl der Tatverdächtigen leicht über dem Wert für den gesamten Landkreis (17,9 Prozent).

Rund neun Prozent der Straftaten (87) wurden in Schramberg von Aussiedlern begangen. Sie traten dabei vor allem im Bereich der Rohheitsdelikte (24) und der Eigentumsdelikte (29) in Erscheinung.

Einfluss auf das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung haben nicht nur die tatsächlich begangenen Straftaten. Auch Ordnungs-störungen wie Verunreinigungen oder Lärmbelästigungen tragen je nach Ausprägung dazu bei, ob sich Bürgerinnen und Bürger in ihrer Stadt sicher und wohl fühlen.  Die Zahl der registrierten Ordnungs-störungen ist im vergangenen Jahr von 236 auf 208 zurück-gegangen. Mit dazu beigetragen haben dürfte sicherlich der verregnete Sommer, der nicht zum Aufenthalt im Freien einlud. Aber auch die intensive Streifen- und Überwachungstätigkeit der Polizei an Örtlichkeiten, die mit Straftaten und Ordnungsstörungen in Verbindung gebracht werden („Goldenes Dreieck“ mit Gaststätten in der Fußgängerzone, Oberndorfer Straße und Schulzentrum) dürfte ihren Teil dazu beigetragen haben.


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