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Zivilcourage gezeigt - Zeugen geehrt

Zivilcourage ist für ein funktionierendes Gemeinwesen eine unabdingbare Voraussetzung. Darauf wiesen Oberbürgermeister Dr. Herbert O. Zinell und der stellvertretende Revierführer Ulrich Fischer im Rahmen einer Zeugenehrung hin, die von Stadt und Polizei in dieser Woche vorgenommen wurde.

Im Rahmen der Kommunalen Kriminalprävention (KKP) arbeiten Stadtverwaltung und Polizei seit Jahren Seite an Seite sehr eng und vertrauensvoll zusammen. Als eines der Ziele haben sich alle an der KKP beteiligten Institutionen den Erhalt eines lebenswerten Wohnumfelds in Schramberg gesetzt. Dazu gehört sicherlich eine objektiv niedrige Kriminalitätsbelastung, die in Schramberg nachweislich gegeben ist. Schramberg gehört seit Jahren zu den am wenigsten von Kriminalität belasteten Großen Kreisstädte im Regierungsbezirk Freiburg.

Um sich wohl fühlen zu können sind aber auch intakte und saubere öffentliche Einrichtungen notwendig. Solche Einrichtungen zu erhalten ist nicht nur Aufgabe von Stadt und Polizei, sondern auch Aufgabe jedes einzelnen Bürgers, wie Dr. Zinell betonte. Er forderte deshalb auf, selbst ein Auge auf die mit öffentlichen Mitteln erstellten Einrichtungen zu haben und Zivilcourage zu zeigen, wenn Beschädigungen oder Verschmutzungen beobachtet werden.

Deshalb freuten sich Dr. Zinell und Hauptkommissar Fischer besonders, fünf Bürgerinnen und Bürger der Stadt zu ehren, die zur Aufklärung von Sachbeschädigungen zum Nachteil der Stadt Schramberg maßgeblich beigetragen zu haben.
Einer der Zeugen hatte Anfang September auf seinem Gang durch den Park der Zeiten bemerkt, dass bereits im Eingangsbereich mehrere Treppenstufen mit Farbe besprüht waren. Dies setzte sich im Park an verschiedenen Bäumen und Sträuchern fort. Schließlich beobachtete der Zeuge fünf Kinder und Jugendliche, die gerade eine Sandsteinecke mit Farbe besprühten. Der Zeuge hielt daraufhin einen aus der Gruppe fest, ließ sich seine Personalien geben und leitete diese an die Stadt weiter.
Im anderen Fall hatten mehrere Zeugen beobachtet, wie zwei Jugendliche den erst kürzlich hergerichteten Aussichtspunkt am Schlossberg mit brachialer Gewalt zerstörten. Aufgrund der sofortigen Benachrichtigung konnte die Polizei die beiden Täter auf frische Tat vorläufig festnehmen.

Zinell und Fischer würdigten das entschlossene Verhalten der Zeugen als positives Signal auch für andere. Denn jeder kann mithelfen, dass eine Straftat vereitelt wird oder zumindest die Folgen nicht so gravierend sind. Diese Aussage soll Mut machen, im Ernstfall einzugreifen und anderen Menschen, die Opfer einer Straftat werden, zu helfen.

Oft genügt schon ein lautes Wort oder eine kleine Geste, um den Täter einzuschüchtern oder von seinem Vorhaben abzubringen. „Mit ihrem Eingreifen setzen Sie ein Signal gegen Gewalt und zeigen, dass Gewalt keine Privatangelegenheit ist“, so die Polizei.

Die Polizei will aber auf keinen Fall Unbeteiligte in Gefahr bringen und erwartet auch nicht, dass Zeugen ihre eigene Gesundheit aufs Spiel setzen und den Helden spielen. Vielmehr muss der Wahlspruch lauten: „Ich helfe, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen.“

Denn besonders in Fällen der Gewaltkriminalität gibt es Situationen, in denen die Täter offensichtlich stärker und zu jeder Art von Gewalt bereit sind. Wegsehen und weglaufen aber ist keine Lösung. Die Polizei empfiehlt in derartigen Fällen, Mitstreiter zu suchen und umgehend die Polizei zu verständigen.

Bei jeder Art der Hilfe sollte man sich aber bemühen, kühlen Kopf zu bewahren und sich nicht selbst provozieren lassen.
Wichtig ist auch, den Täter nicht zu „duzen“, um möglichen weiteren Helfern nicht den falschen Eindruck zu vermitteln, dass es sich um einen rein persönlichen Konflikt handelt.

Weitere Info zu diesem Thema und noch mehr Interessantes auf der Homepage der Polizeidirektion Rottweil 
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Polizei Rottweil


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