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Eingliederung von Tennenbronn in die Große Kreisstadt Schramberg

Innenminister Heribert Rech: „Die gemeinsame Zukunft bietet positive Entwicklungsmöglichkeiten“

„Mit der Eingliederung der Gemeinde Tennenbronn in die Große Kreisstadt Schramberg gibt es 30 Jahre nach der Gemeindereform zum ersten Mal wieder einen Gemeindezusammenschluss auf freiwilliger Basis.“ Das sagte Innenminister Heribert Rech am Montag, 1. Mai 2006, in Tennenbronn (Landkreis Rottweil) beim Bürgerfest zur Eingemeindung. Die Verbindung der beiden Gemeinden sei ein Ereignis, das eine besondere Würdigung verdiene. Selbstbewusst und zielgerichtet seien die Möglichkeiten eines Zusammengehens ausgelotet worden. „Mit der gemeinsamen kommunalen Zukunft ergeben sich für beide Orte positive Entwicklungschancen“, betonte Rech.

Um die Aufgaben der Zukunft zu bewältigen, brauche man starke Verwaltungseinheiten. Vorhandene Strukturen müssten immer wieder auf den Prüfstand gestellt und angepasst werden. Vor diesem Hintergrund sei die Eingliederung von Tennenbronn nach Schramberg eine sehr vernünftige und wegweisende Zukunftsentscheidung.

Für die Gemeinde Tennenbronn gab es in der Vergangenheit so manchen Herrschafts-, Amts- oder Landkreiswechsel. Seit der Reformationszeit war Tennenbronn in einen evangelischen und katholischen Ort geteilt. Nachdem die Herrschaft Schramberg 1806 württembergisch geworden war, gehörte ganz Tennenbronn zu Württemberg. Wegen der Festlegungen beim Wiener Kongress kamen 1810 beide Teilorte Tennenbronns zum Großherzogtum Baden, während Schramberg beim Königreich Württemberg blieb. Erst am 1. Oktober 1922 wurden „Evangelisch-“ und „Katholisch“-Tennenbronn politisch zu einer Gemeinde vereint. Bei der Gemein-dereform in den 70er Jahren kam Tennenbronn als einzige Gemeinde des Altkreises Villingen zum Landkreis Rottweil, der sowohl ehemals badische als auch württembergische Gebietsteile vereinigt. Mit der jetzt vollzogenen freiwilligen Eingliederung in Schramberg steht für Tennenbronn wieder eine neue historisch bedeutsame Entwicklung an.

„Die Verhandlungen über die Eingliederung wurden von beiden Seiten sehr sorgfältig, aber auch energisch geführt“, erklärte der Innenminister. So habe der Tennenbronner Gemeinderat am 20. Juli 2005 einstimmig beschlossen, offizielle Verhandlungen mit Vertretern der Stadt Schramberg wegen einer möglichen Eingemeindung zu führen. Nach mehreren Verhandlungsrunden hätten die Gemeinderäte beider Orte am 17. November letzten Jahres gemeinsam einem Vertragsentwurf als Grundlage für die Bürgerbeteiligung und das weitere Entscheidungsverfahren zugestimmt. Mit einem überwältigenden Ergebnis hätten die Bürger von Tennenbronn Anfang dieses Jahres das Bündnis für die gemeinsame Zukunft besiegelt. „Die hohe Wahlbeteiligung von über 80 Prozent hat gezeigt, dass die neue Verbindung von einer breiten Mehrheit getragen wird und die Gemeinderäte und die Verhandlungsdelegation ein überzeugendes Konzept ausgearbeitet haben“, sagte Rech. Mit der Genehmigungsurkunde des Regierungspräsidiums Freiburg sei das Bündnis am 24. März 2006 vom Land bestätigt worden.

Um den Pakt mit Leben zu erfüllen, bedürfe es engagierter Ortschafts- und Gemeinderäte, die die Interessen der gemeinsamen Stadt vertreten. Das Bündnis werde von Erfolg getragen, wenn sich alle Beteiligten als Partner einer gemeinsamen Sache verstünden.

„Entsprechend dem Motto des heutigen Bürgerfestes ‚Gemeinsam Zukunft gestalten’ wünsche ich allen Beteiligten, den Bürgerinnen und Bürgern, dass sich zwischen Tennenbronn und Schramberg eine funktionierende Gemeinschaft entwickeln und das Zusammengehörigkeitsgefühl wachsen wird“, sagte Rech.


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