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100 Jahre Narrenzunft Schramberg - 75 Jahre Da-Bach-na-Fahrt


"Schramberger Fasnet ein Gesamtkunstwerk"
Zitat Prof. Dr. Hermann Bausinger

Bereits um 18:15 Uhr war kaum mehr ein Durchkommen im Schloss und die Räumlichkeiten waren - Zitat OB Dr. Zinell - "bis ins Gepäcknetz besetzt". Der OB kam direkt von einer Ausstellungseröffnung im Stuttgarter Neuen Schloss und musste sich erst wieder an die kleineren Räumlichkeiten hier gewöhnen. Er begrüßte die anwesenden Gäste, insbesondere Prof. Dr. Bausinger, und bedankte sich bei allen Aktiven der Narrenzunft, die an dieser Ausstellung und an dem heute vorgestellten Buch mitgearbeitet haben. Den kompletten Redetext von OB Dr. Zinell können Sie in der rechten Spalte im PDF-Format nachlesen.

Irgendwie war der 13.11.2010 ein Tag der Ausstellungseröffnungen. Denn auch der Zunftmeister der Narrenzunft Schramberg, Hubert Dold, kam von so einer. Er hatte in seinem Citroen-Autohaus eine Ausstellung mit dem neuen C4 eröffnet und hatte angeblich noch genügend Prospekte und Flyer für interessierte Gäste dabei. Damit hatte er die Lacher auf seiner Seite und ein erster Hauch der Jubiläums-Fasnet 2011 war an diesem Novemberabend zu spüren.

Zunftmeister "Hubbe" Dold ging kurz zurück auf das 75-jährige Jubiläum der Narrenzunft Schramberg. Dort nämlich war zum ersten Mal die Idee entstanden, die Geschichte der Schramberger Fasnet in ein Buch zu fassen. Es mussten nochmals 25 Jahre ins Land gehen, bis diese Idee dann letztendlich umgesetzt und in Kombination mit dieser Ausstellung zu einem Ende gebracht werden konnte. Dold hofft, dass bis zum 150-jährigen Jubiläum dann im Schloss eine feste Narrenausstellung vorhanden sein wird. Er bedankte sich für die Realisierung der beiden Projekten bei allen daran beteiligten Helfern und den Sponsoren und leitete dann direkt über zu Prof. Dr. Bausinger und dessen sehr informativen und kurzweiligen Gedanken zum Jubiläumsbuch und zur Schramberger Fasnet. Von ihm stammt auch das Vorwort in dem genannten Buch. 

Der Referent zog seinen "imaginären" Hut vor allen an dem Buch Beteiligten. Prof. Dr. Bausinger nannte das Buch "Narri, Narro, oder so...." ein Erinnerungsbuch für die ältere Generation und ein Lehrbuch für die jüngeren, nachkommenden Narren und geschichtsinteressierten Jugendlichen. Er ließ in Gedanken die 100 Jahre Revue passieren und erinnerte unter anderem an diverse Hausbälle in Schramberg im Jahre 1947 als die Fasnet eigentlich noch verboten war. Viele Junghans-Uhren wären damals gegen Markgräfler Wein getauscht worden, um die Hausbälle entsprechend bewirten zu können. Prof. Dr. Bausinger nannte die Schramberger Fasnet einen "Park der Zeiten" in dem es gelte Altes zu bewahren und Neues mit Innovation anzugehen. Speziell die Da-Bach-Na-Fahrt wäre schon ein Event gewesen, als es dieses Wort im deutschen Sprachgebrauch noch gar nicht gab. Er erinnerte auch an die überregionale Bedeutung im Zusammenhang mit den Folgen der "Fallers", die direkt im Kirchenbach gedreht wurden. Ob die Fasnet politisch sei, darauf wollte er sich nicht festlegen: "Ja und Nein". Er geht aber davon aus, dass 2011 der Stuttgart 21 Slogan "Oben bleiben" auch bei der Bach-na-Fahrt gelten wird. Das derzeit aktuell diskutierte Thema "Integration" wurde bei der Schramberger Fasnet ebenfalls schon sehr früh verwirklicht. Bausinger erinnerte an die Bach-na-Fahrer Palombieri und Rino Andreotta, aber auch an den Maskenschnitzer und Mitbegründer der Falkenhexen Ergun Can.

Prof. Dr. Bausinger wurde für seinen Vortrag mit lang anhaltendem Beifall belohnt. Zunftmeister Dold bedankte sich bei dem Referenten mit einem Geschenkorb.

Sehr innovativ, wie vom Vorredner gewünscht, übernahm dann Stefan Link die Vorstellung des Buches. Er kam als "Zeitgeist" und nahm die Anwesenden, dank Powerpoint und Beamer, mit auf eine virtuelle Zeitreise durch das Buch. Es gelang ihm perfekt den sogenannten "Spirit of Fasnet", den Geist der Fasnet rüberzubringen. Dieses Gänsehautfeeling, wenn man die Hanselglocken und den Narrenmarsch hört. Wichtig war Link darauf hinzuweisen, dass in dem Buch auch die Zünfte der Stadtteile, die Schramberger Hexenzünfte, die Bürgervereinigungen, die Stadtmusik etc. erwähnt und beschrieben werden. Dem Alternativen Elferrat (AE) sind ebenso zwei Seiten gewidmet wie dem Fasneturgestein schlechthin, Sigger Hafner. Stefan Link bedankte sich dann nochmals bei seinen sehr aktiven Helfern ohne die eine Realisierung dieses Buches nicht möglich gewesen wäre. Er vergaß aber in seiner Präsentation auch nicht die vielen kleinen Zuträger und Mithelfer. Das Buch selbst hat 176 Seiten mit 661 Abbildungen und wird ab dem 27.11.2010 im Handel erhältlich sein.

Nach seiner Rückverwandlung vom "Zeitgeist" in Stefan Link (grüne Perücke runter) lud er alle Anwesenden zu einem Rundgang durch die Ausstellung und zu Sekt und Brezeln ein. Die Ausstellungszeiten haben wir Ihnen in der rechten Spalte eingestellt. Alle Anwesenden nutzten die Möglichkeiten zu einem ersten Rundgang und zur Begegnung. Um all die Information, Bilder und Filme zu erfassen muss man aber noch öfters hier herkommen.


Zunftmeister Hubert Dold
Zunftmeister Hubert Dold am 13.11.2010 im Foyer des Schlosses


Stefan Link bedankt sich bei den Mit- und auch vielen Zuarbeitern des Buches
Stefan Link bei seiner virtuellen Reise durch das Buch - er bedankte sich bei allen "hauptamtlichen" sehr aktiven Helfern und vergaß auch die vielen kleinen Helfer und Zuträger nicht

Ausstellung im Schloss vom 13.11.2010 - 09.03.2011 (Aschermittwoch)
Bild: Gerd Pflumm

Pfeillogo  Ausstellung im Schloss bis Aschermittwoch, 09.03.2011


"Narri, Narro und so...."




OB Dr. Zinell

Pfeillogo  Rede von OB Dr. Zinell



Prof. Dr. hermann Bausinger

Prof. Dr. Hermann Bausinger, ehemaliger Leiter des Ludwig-Uhland-Institutes für empirische Kulturwissenschaft




Ausstellung

Pfeillogo  Bildergalerie der Ausstellungs-eröffnung





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