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Rückblick auf die Bürgerversammlung zum Thema Krankenhaus am 09.02.2009 in der Aula des Gymnasiums


Bürgerversammlung zum Thema Krankenhauslandschaft im Kreis

Am Montagabend stellten Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel und Thomas Brobeil, Geschäftsführer der Gesundheitszentren im Landkreis, auf Einladung der Stadt Schramberg das neue Konzept zur Umgestaltung der Krankenhauslandschaft im Landkreis Rottweil vor.
OB Dr. Zinell begrüßte die beiden Gäste aus Rottweil sowie die zahlreichen interessierten Schramberger Bürgerinnen und Bürger in der beinahe voll besetzten Aula des Gymnasiums. Er machte deutlich, dass er zwar bedaure, dass das Schramberger Krankenhaus nicht so erhalten werden könne, wie es im Moment betrieben wird, ließ aber keine Zweifel daran, dass er hinter der Umstrukturierung stehe, da ohne diese Veränderungen der Standort Schramberg auf Sicht nicht zu halten sei. Zinell machte deutlich, dass der gefundene Kompromiss den Standort Schramberg retten könne, auch wenn er nicht unbedingt die absolute Wünschlösung darstelle. Er stehe jedoch hinter dem Gesamtkonzept.
Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel hob hervor, dass das Krankenhaus in Schramberg trotz bester Arbeit und medizinischer Qualität rote Zahlen produziere, ging auf die Förderrichtlinien des Landes ein und erklärte den Zeitdruck der bevorstehenden Umstrukturierung. Thomas Brobeil erläuterte ausführlich die Finanzierungsproblematik im Krankenhauswesen und den Zwang zur Umstrukturierung. Um das Angebot zu optimieren und konkurrenzfähig zu bleiben, sei man auf die Förderung des Landes angewiesen, die keine Doppelstrukturen erlaube.

Bürgerversammlung Krankenhaus

Ergebnis des Kreistagsbeschlusses (vom 2. Februar 2009) ist, dass es ein Kreiskrankenhaus Rottweil geben wird mit voraussichtlich drei Standorten – jeweils mit Schwerpunkten, also Fachklinken.
Der Kreis und die Stadt Schramberg hoffen nun darauf, dass der Landkreis mit dem Strukturkonzept für die drei Krankenhäuser in Rottweil, Oberndorf (bis jetzt noch in städtischer Hand) und Schramberg auf Zustimmung stößt und die notwendigen Zuschüsse bewilligt werden. Am Standort Schramberg sei der jetzige Standort nicht mehr haltbar. Förderfähig sei nur ein Krankenhaus, das dem heutigen Standard entspreche und einen wirtschaftlichen Betrieb zulasse. Deshalb sei für Schramberg ein Neubau geplant. Wenn das Konzept beim Land ankomme, habe Schramberg mit Neubauinvestitionen in Höhe von 20 Millionen Euro für eine Klinik mit etwa 110 Betten zu rechnen.

Der Standort Schramberg soll entsprechend dem Strukturkonzept als Zentrum für Angiologie (Gefäßkrankheiten), Endoprothetik (Einsatz von künstlichen Gelenken und Knochenteilen) und Geriatrie (Altersmedizin) ausgebaut und damit gestärkt werden. „Wichtig für Schramberg ist, dass neben dem Erhalt und dem Ausbau des Bereichs der Inneren Medizin im Bereich der Chirurgie kurzfristige, nicht planbare chirurgische Eingriffe weiter in Schramberg rund um die Uhr erfolgen können und dass die Notfallversorgung gewährleistet ist“, so Zinell. Auch die bisherigen HNO- und augenärztlichen Belegabteilungen seinen im neuen Konzept enthalten. Bedauerlich sei, so Zinell, dass die sehr erfolgreich betriebene gynäkologische und geburtshilfliche Abteilung wegfallen soll.

Im Laufe des Jahres soll noch mit den Planungen für einen Neubau begonnen werden, so dass man 2010 mit dem Förderbescheid des Landes rechnen dürfe. Gebaut werden könne dann ab Herbst 2010. Laut Gutachten und nach Ansicht des Kreises sei wegen der verkehrlichen Anbindung als Neubau-Standort in Schramberg der Stadtteil Sulgen favorisiert. OB Zinell wirft jedoch auch den Standort Talstadt aufgrund der Aufwertung des zentralen Dienstleistungsbereichs in die Waagschale.

Begrüßungsrede von OB Dr. Zinell

Bürgerversammlung Krankenhaus  

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