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Frauencharta der Europäischen Union - Bericht aus der letzten Sitzung des Frauenbeirates


Die Mitteilung der Europäischen Kommission zum Internationalen Frauentag 2010 war Bestandteil der Sitzung des städtischen Frauenbeirates Schramberg. In der so genannten Frauen-Charta stellt die Kommission fest, dass es in den vergangenen Jahren beachtliche Fortschritte auf dem Weg zur Gleichstellung von Frauen und Männern gab. Beispielhaft führt die Kommission an, dass mehr Frauen als Männer einen Hochschulabschluss machen. Der Frauenanteil an der Erwerbsbevölkerung Europas ist größer als je zuvor. Europa würde seine Talente mehr ausschöpfen und seine Fähigkeiten mehr nutzen. Die Kommission sieht jedoch noch Hindernisse echter Gleichstellung und bekennt sich deshalb ausdrücklich zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter. Dabei sieht sie mehrere Punkte mit Handlungsbedarf. Insbesondere möchte die EU sich einsetzen für gleiche wirtschaftliche Unabhängigkeit. Sie sieht in Diskriminierung, Erziehungsklischees, unfreiwilliger Teilzeitbeschäftigung und unausgewogener Aufteilung von Fürsorgepflichten Faktoren die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen beeinflussen. Außerdem möchte die Eu gleiches Geld für gleiche Arbeit durchsetzen. Innerhalb der Europäischen Union verdienen Frauen immer noch 18 % weniger pro Arbeitsstunde als Männer. Deshalb sind Frauen häufiger von Armut betroffen. Die Europäische Kommission möchte eine Gleichstellung der Geschlechter in Entscheidungsprozessen. Hintergrund dieser Ambition ist, dass Frauen nach wie vor noch nicht die volle Teilhabe an Macht und Entscheidungsprozessen haben. Des Weiteren möchte die EU geschlechtsspezifischer Gewalt ein Ende setzen. Sie sieht in geschlechtsspezifischer Gewalt eine Verletzung der Grundrechte, insbesondere der Menschenwürde. Die Verletzung von Grundrechten verhindere ein selbstbestimmtes Leben. Schließlich äußert die Kommission ihr Bestreben die Gleichstellung der Geschlechter nicht an den Grenzen der Europäischen Union enden lassen zu wollen sondern weltweit dafür einzutreten. Zur Umsetzung dieser Lippenbekenntnisse soll eine Strategie erarbeitet werden. In ihrem Schlußsatz formuliert die Kommission, dass das Engagement für ein Europa der Gleichstellung von Frauen und Männern ein besseres Leben und eine nachhaltige Zukunft für alle bietet.

Antje Wiedmann-Bornschein

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