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Politische Graphik und Karikaturen von Uwe Rettkowski


Fortsetzung der Ausstellungstrilogie in der Hauptstraße in Schramberg

 
Am Sonntag endete der erste Teil der Ausstellungstrilogie zum 70. Geburtstag des Graphikers und Illustrators Uwe Rettkowski in der Alten Sankt Laurentiuskirche in Sulgen. Am Freitag wird in der Hauptstraße in Schramberg der zweite Teil eröffnet.

Im ersten Teil der vom Stadtarchiv und Stadtmuseum Schramberg veranstalteten Ausstellungsreihe waren unter dem Teil „Retrospektive“ Bilder zum Schicksal der Eltern von Uwe Rettkowski als Flüchtlinge und Heimatvertriebene am Ende des Zweiten Weltkrieges, aus seinen Erinnerungen an die Kindheit und Jugend in den 1950er- und 1960er-Jahren sowie frühe Arbeiten aus seiner Schulzeit und seinen Anfängen im bildhaften Gestalten in den 1960er- und 1970er-Jahren zu sehen.

Bereits in diesem Auftakt war für viele Besucher eine oft unbekannte Seite von Uwe Rettkowski zu entdecken, der in der Öffentlichkeit vor allem durch seine Zeichnungen von Stadtansichten bekannt ist, die er seit über 25 Jahren auch für den Weihnachts- und Neujahrsgruß des Oberbürgermeisters der Großen Kreisstadt Schramberg verwendet werden.

Der zweite Teil der Ausstellungsreihe zeigt unter dem Titel „Ansichten“ eine Auswahl seiner politischen Graphiken und Karikaturen aus über vier Jahrzehnten. Als junger Linker und aktives SPD-Mitglied gestaltete er in den 1970er- und 1980er-Jahren zahlreiche originelle Flugblätter zu Gemeinderats- und Kreistagswahlen. Unter dem Motto „Aber gell, diesmal Zinell“ gestaltete er 1990 auch das Plakat und Prospekt für den damaligen OB-Kandidaten Herbert O. Zinell.

Aber auch internationale Themen wie der Militärputsch in Chile und die Verfolgung der dortigen Opposition führten zu eindrucksvollen Graphikserien. In seinen Bildern klagt er bis heute Menschenrechtsverletzungen an und ruft Schicksale in Erinnerung, die oft schon wieder in Vergessenheit geraten sind. Seit dem Beginn der „Flüchtlingskrise“ lassen ihn die Bilder verzweifelter Migranten nicht mehr los, die sich über das Mittelmeer nach Europa zu retten versuchen, das sich gegenüber ihnen jedoch von Tag zu Tag mehr abschottet.

Gerne spießt Uwe Rettkowski mit seiner Zeichenfeder aber auch nach wie vor das Zeitgeschehen in seiner Heimatstadt auf. Seit Jahrzehnten ist er der Hausillustrator der Fasnetszeitung „Der Krattenmacher“ der HOF AG im Stadtteil Sulgen, die in ihrem Editorial stets zur „Lage der (städtischen) Nation“ Stellung nimmt. Uwe Rettkowski liefert traditionell die passenden Illustrationen.

Der zweite Teil der Ausstellungsreihe findet unter freiem Himmel in der oberen Hauptstraße in Schramberg statt. 24 Bilder und Zeichnungen werden wie Wahlplakate aufgehängt und können als Straßenausstellung zu jeder Tageszeit besichtigt werden. Das Stadtarchiv und Stadtmuseum Schramberg sieht die Ausstellung als Experiment einer Präsentation im öffentlichen Raum, der in Zukunft weitere Projekte dieser Art folgen könnten.

Die Ausstellung wird am Freitag, 13. Juli 2018, um 19.30 Uhr auf dem vorderen Rathausplatz in Schramberg eröffnet. Museumsleiter und Stadtarchivar Carsten Kohlmann führt in das Thema des zweiten Ausstellungsteils ein. Ein Spaziergang zu den 24 Motiven mit Uwe Rettkowski vom Rathaus zum Narrenbrunnen schließt sich an.

Rettkowski
Zeichnung „Streithähne“ über den Konflikt zwischen Donald Trump und Kim-Jong un von Uwe Rettkowski aus dem Jahr 2018
Vorlage: Uwe Rettkowski

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