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Vor 50 Jahren: Hochwasser in der Talstadt am 21.05.1959


Vielen Dank für die starke Resonanz auf unsere Foto-Kasenbacher-Bildergalerie und die Hinweise zu den Bildern!


"Eigentlich war das Gewitter bereits vorbei und dann ging es doch noch einmal für eine dreiviertel Stunde los"


"Dess G'witter kam von Lauterbach her, dess sinn die schlimmsta"

(Aussagen von zwei Zeitzeugen im Rahmen der Vorbereitung zu dieser Ausstellung!)

Schwarzwaldradio
Interview mit Zeitzeugin Karin Becker im Schwarzwald-Radio kam am 22.05.2009 zwischen 06 Uhr und 08 Uhr!



Bilder und Informationen im Rathaus und in Schramberger Geschäften in der Hauptstraße


Den Jahrestag des Hochwassers nahm ein Team des Stadtmuseums, des Amtes für Umwelt und Technik sowie die Firma Foto-Kasenbacher zum Anlass im Rathaus und in einigen Schaufenstern der Hauptstraße in der Zeit vom 21.05. - 21.06.2009 eine Ausstellung zu diesem historischen Ereignis anzubieten.

Schwerpunkt der Ausstellung im Rathaus sind Bilder und Pläne der seit 1959 getroffenen Baumaßnahmen die eine Wiederholung einer solchen Katastrophe verhindern sollen. Zu besichtigen ist diese Ausstellung während den Öffnungszeiten des Schramberger Rathauses oder nach Terminvereinbarung mit dem Stadtmuseum.

Ausstellung Rathaus

In den Schaufenstern in der Hauptstraße werden Bilder ausgestellt die das Ausmaß der Schäden zeigen sollen. So. z.B. bei Foto Kasenbacher, Optik Fischer oder auch in der Vitrine der Bürger- und Tourist-Information im EG des Rathauses. An besonders vom Hochwasser betroffenen Stellen der Innenstadt wurden Banner aufgehängt die auf das Ereignis und auf die Ausstellung hinweisen. (z.B. AOK Parkhauseinfahrt, St.-Maria-Brückle, Schlössle).

Die Bilder in der rechts eingestellten Galerie stammen alle von Karl Kasenbacher, der die Geschehnisse vom 21.05.1959 von Anfang an dokumentierte und der erkannte, dass hier ein Jahrhunderunwetter niederging. Die ebenfalls eingestellten Pressescans stammen aus einem Privatarchiv.

Ausstellung im Rathaus  
Die Organisatorinnen und Organisatoren der Ausstellung ( ohne die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereiches Umwelt- und Technik)


Hier in Kurzform die vom Stadtmuseum erstellte Zusammenfassung der Ereignisse:

  • In kürzester Zeit schwollen die Bäche an und verwandelten sich in reißende Ströme
  • Der Schlossplatz ein riesiger See
  • Die Hauptstraße ein Fluß
  • Die Steig bis auf die Kanalisation aufgerissen
  • Keller liefen voll, Läden waren überschwemmt und total verwüstet.
  • In den Fabriken am Göttelbach standen wertvolle Maschinen völlig unter Wasser.
  • Telefonverbindungen und Stromversorgung waren zusammengebrochen, die Kanalisation total verstopft.
  • Trinkwasser durfte, sofern es überhaupt noch aus dem Hahn lief, nur abgekocht verwendet werden.
  • Gegen Mitternacht rief die Stadtverwaltung den Notstand aus.

Die Schadensschätzungen gingen am Tag danach in die Millionen. 550 Gebäude waren beschädigt.

Hilfe kam von den Feuerwehren aus Schramberg und Umgebung, vom THW aus dem ganzen Land, von der Polizei, von Baufirmen, von französischen Soldaten aus Villingen, von der Bundeswehr und von den amerikanischen Truppen ebenso von einem technischen Zug des DRK Landesverbands. Schramberger Bürger waren zu Hunderten mit Schaufeln im Einsatz. An manchen Tagen waren 5000 Helfer im Einsatz.


Hochwassermarke
Hochwassermarke bei der Buchhandlung Klaussner

Hochwassermarke
Man geht vorbei und denkt sich nix dabei. Vor 50 Jahren wäre dieser Passant bis zum Bauch im Wasser gestanden!





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