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Dr. Hans-Jochem Steim neuer Ehrenbürger der Großen Kreisstadt Schramberg

Die Stadt Schramberg hat seit gestern, Donnerstag, 15. November 2007, einen neuen Ehrenbürger.

Dr.-Ing. Hans-Jochem Steim wurde von Oberbürgermeister Dr. Herbert O. Zinell feierlich im Bärensaal Schramberg zum 16. Ehrenbürger der Stadt ernannt. Zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und selbstverständlich Mitglieder der Familie Steim, Freunde und Weggefährten, insgesamt rund 400 Gäste, freuten sich mit dem Geehrten und machten dies durch lang anhaltenden Applaus deutlich. Mit dabei waren unter anderem auch Repräsentanten der Firmengruppe Kern-Liebers mit Herrn Dr. Jürgen Steim als Mitgesellschafter und Vorsitzender des Verwaltungsrates an der Spitze, die Landtagsabgeordneten Dieter Kleinmann und Stefan Teufel sowie Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel. Stellvertretend für alle aktiven und ehemaligen Mandatsträger des Landes, des Kreistags des Landkreises Rottweil und des Gemeinderates Schramberg konnte OB Zinell die Abgeordneten in Ruhe Sauter, Rebhan und Dr. Grüner sowie den früheren Landrat Autenrieth begrüßen.

“Die Gemeindeordnung gibt dem Gemeinderat das Recht, Personen, die sich für die Stadt und das Gemeinwohl besonders verdient gemacht haben, die Ehrenbürgerschaft zu verleihen.“ Zinell betonte in seiner Ansprache, dass die Stadt Schramberg hiervon der Bedeutung der Ehre entsprechend nur sehr zurückhaltend Gebrauch gemacht habe. So wurden in den vergangenen 120 Jahren bislang nur 15 Personen zu Ehrenbürgerinnen bzw. Ehrenbürgern ernannt. Aus Anlass des bevorstehenden 65. Geburtstages habe er dem Gemeinderat in Abstimmung mit dem Ältestenrat vorgeschlagen, Herrn Dr. Hans-Jochem Steim in Anerkennung seiner vielfältigen bemerkenswerten Verdienste um die Stadt Schramberg, den Landkreis Rottweil und das Land Baden-Württemberg, die Ehrenbürgerschaft zu verleihen.

„Auch in unserer Stadt gibt es viele Persönlichkeiten, denen das Gemeinwesen zu Dank verpflichtet ist und die Ehrungen verdient hätten. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass es in Schramberg keine lebende Person gibt, in deren Biographie sich so viele gemeinschaftsbezogene Eigenschaften und Taten und so eine Vielfältigkeit des Engagements widerspiegeln, wie dies bei Dr. Steim der Fall ist. Sei es als Unternehmer, als Kommunal- oder Landespolitiker, sei es als Verbandsfunktionär oder als Vereinsrepräsentant. Vom Mäzenatentum ganz zu schweigen.“, so Zinell.

Mit Dr. Steim ehre die Stadt einen Mitbürger, auf welchen der Satz, „Er hat sich um unser Gemeinwesen verdient gemacht“, uneingeschränkt zutreffe. Sie ehre aber auch eine Persönlichkeit mit „Ecken und Kanten“, die die klare Aussprache liebe und niemandem nach dem Mund rede oder sich gar anbiedere.

Zinell würdigte das vielfältige hervorragende Engagement von Dr. Hans-Jochem Steim als weltweit erfolgreicher Unternehmer, als Kommunalpolitiker, als Landespolitiker oder Repräsentant der Vereine und als Mäzen.

„Dass Hans-Jochem Steim im Laufe seines Lebens ein bisschen zur Seite legen konnte und nicht zu den ärmsten Menschen unserer Stadt gehört, ist wohl kein Geheimnis.“ Er habe sich als Unterstützer der Vereine und als Mäzen aber die Philosophie zu eigen gemacht, wonach Reichtum auch soziale Verantwortung bedeute. Zinell dankte Dr. Hans-Jochem Steim namens der Bürgerschaft und des Gemeinderates.

Nach der Verlesung des Textes der Ernennungsurkunde und der Übergabe an den Geehrten, berichtete Steim in einer launigen Rede aus seiner Jugendzeit, von späteren Erfahrungen und glücklichen Lebensumständen. Er betonte, dass er die Ehrung auch als eine Auszeichnung für seine Firma, die Vereinigungen, in denen er tätig sei und für die Menschen, die mit ihm zusammen arbeiteten, sehe. Sein Dank gelte seinen Wegbegleitern. Einigen wenigen dankte er persönlich. Insbesondere seiner Mutter, „ohne deren aufopfernde Betreuung seine Schulzeit entweder sehr viel länger oder aber durch Abbruch ganz kurz gewesen wäre“. Steim blickte teilweise mit hintergründigen Anekdoten auf seine Zeit im Skiverein, Tennisverein oder in der Jugendgruppe des Schwarzwaldvereins zurück, auf seine Arbeit als Weinvertreter, auf sein Praktikum in einem Stahlwerk in Schweden oder auf einen anstrengenden Job als Kohleschipper auf einem Frachter. „Daraus entstand die Sehnsucht auf einem Schiff zu arbeiten“, die danach durch eine zweimonatige Arbeit als „Reiniger zur See“ auf einem 5000-BR-Tonnenfrachter auf einer Fahrt nach Mexiko und die Südstaaten teilweise befriedigt werden konnte.

Er streifte auch sein politisches Engagement während seiner Studentenzeit, das ihn sehr schnell zum AStA-Vorsitzenden werden ließ. Steim nutzte die Möglichkeiten, Erlebnisse und Erfahrungen für seine weiteren Entwicklungen konsequent. „Deswegen versuche ich immer wieder, die gebotenen Möglichkeiten anderen wieder zu vermitteln und weiterzugeben“, so Steim.

Zum Schluss berichtete er über den Beginn seiner Arbeit bei der Firma Hugo Kern 1970 und sein Engagement in der Schramberger CDU. Mit Dankesworten an seinen Schwager Robert Drosten, an seinen Bruder Dr. Jürgen Steim, an die Kollegen in der Geschäftsführung, den Betriebsrat und alle Mitarbeiter, aber insbesondere an seine Frau Iris und seine drei Kinder Cathrin, Annette und Hannes beendete der Geehrte seine kurzweilige, muntere, aber auch hintergründige Rede.

Nach dem offiziellen Festakt blieb noch genug Zeit und Gelegenheit für Gespräche. Die Gäste unterhielten sich bei Getränken und Imbiss noch bis spät in die Nacht.

Feierlich umrahmt wurde die Veranstaltung von der Stadtmusik Schramberg. Außerdem wurden auf einer großen Leinwand die bisherigen Ehrenbürger der Stadt gezeigt sowie Bilder von Dr. Hans-Jochem Steim z.B. aus seiner Jugendzeit, Familie, Vereinen, seinem beruflichen Werdegang oder mit Weggefährten aus Politik und Wirtschaft.

OB Dr. Zinell überreicht die Ehrenbürgerurkunde an Dr. Steim
OB Dr. Zinell bei der Überreichung der Ehrenbürgerurkunde an
Dr.-Ing. Hans-Jochem Steim

 

Bilder: Foto Kasenbacher Schramberg


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