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Mitteilungsblätter

Urlaub im Schwarzwald

Schwarzwald, Urlaub, Tourismus, Schramberg

Hier lebten die Römer

In der wär­me­ren Jah­res­zeit ist es ein be­lieb­tes Aus­flugs­ziel, be­son­ders für Fa­mi­li­en im Ur­laub im Schwarz­wald: Das Rö­mer­kas­tell in Wald­mös­sin­gen. Die dor­ti­ge Aus­stel­lung gibt Zeug­nis über die Ge­schich­te des äl­tes­ten Schram­ber­ger Stadt­teils. Der re­kon­stru­ier­te Eck­turm des Rö­mer­kas­tells ist staat­lich ge­schütz­tes Kul­tur­denk­mal und daher von be­son­de­rer Be­deu­tung.

Das Kas­tell in Wald­mös­sin­gen ent­stand im Zu­sam­men­hang mit dem Bau einer Rhein-Do­nau-Stra­ße. Aus mi­li­tä­ri­schen und wirt­schaft­li­chen Grün­den woll­ten die Römer eine schnel­le­re Ver­bin­dung zwi­schen den Rhein- und Do­nau­pro­vin­zen schaf­fen. Straß­burg war Aus­gangs­punkt der Stra­ße, die dann durch das Kin­zig­tal zum Brand­steig bei Rö­ten­berg führ­te und da­nach wei­ter über Wald­mös­sin­gen und Rott­weil nach Tutt­lin­gen an die Donau.

Eine Dau­er­aus­stel­lung in dem Kas­tell zeigt in­ter­es­san­te Funde aus Wald­mös­sin­gen. Sie ist von Mitte April bis Ok­to­ber sonn­tags von 13.30 bis 17.30 Uhr und nach Ver­ein­ba­rung ge­öff­net.

Das Rö­mer­kas­tell in Wald­mös­sin­gen ist ein span­nen­des Aus­flugs­ziel für Fa­mi­li­en mit Kin­dern im Ur­laub im Schwarz­wald. Ge­schich­te er­le­ben und Natur ge­nie­ßen - die Re­gi­on Schwarz­wald rund um Schram­berg hat ei­ni­ges zu bie­ten!

Schramberg-Waldmössingen Römerkastell Aussenansicht

 

Ein Blick in die Ge­schich­te

Das zu rö­mi­scher Zeit an­ge­leg­te Kas­tell, ein be­fes­tig­tes und ge­schütz­tes Mi­li­tär­la­ger, be­fin­det sich auf dem Schaf­bühl, etwa 500 Meter nord­öst­lich von Wald­mös­sin­gen. Seit etwa 160 Jah­ren ist be­kannt, dass dort einst eine rö­mi­sche Nie­der­las­sung be­stand. 1896 waren die His­to­ri­ker si­cher, dass es sich um ein Mi­li­tär­la­ger han­del­te.

Die da­ma­li­gen Aus­gra­bun­gen fan­den durch die so ge­nann­te Reichs-Li­mes-Ko­mis­si­on statt. Bei einer wei­te­ren Gra­bung 1975 wurde der süd­li­che Eck­turm der Stei­num­weh­rung frei­ge­legt, um eine fun­dier­te Re­kon­struk­ti­on und einen Wie­der­auf­bau zu er­mög­li­chen.

Ar­chäo­lo­gi­sche Schät­ze

Au­ßer­halb des Kas­tells fan­den bis­lang nur un­plan­mä­ßi­ge Aus­gra­bun­gen statt. Dabei wur­den 1908 die Mauer eines Stein­ge­bäu­des sowie eine Ofen­an­la­ge – wohl ein Töp­fer­o­fen – ge­fun­den. Im Jahre 1983 konn­te man eine wei­te­re Ofen­an­la­ge nach­wei­sen.

Die üb­ri­gen Kennt­nis­se über den vicus, die zum Kas­tell zu­ge­hö­ri­ge Zi­vil­sied­lung, stüt­zen sich auf Be­ob­ach­tun­gen, die bei Zer­stö­run­gen rö­mi­scher Kul­tur­schich­ten im Zuge von Aus­hub­ar­bei­ten beim Bau der Klär­an­la­ge ge­macht wur­den. Die bis­lang be­kann­ten rö­mi­schen Funde aus Wald­mös­sin­gen zei­gen, dass die Römer hier vom spä­ten 1. bis ins 3. Jahr­hun­dert nach Chris­tus sie­del­ten.

Zwei Ob­jek­te sind be­son­ders in­ter­es­sant: Ein Al­tarstein, der im Zuge des Kir­chen­neu­baus zum Ende des 19. Jahr­hun­derts ge­fun­den wurde und den ers­ten na­ment­lich be­kann­ten Wald­mös­sin­ger nennt (Lu­ci­us Ven­no­ni­us Me...) sowie ein klei­nes Blei­tä­fel­chen, auf dem eine Frau na­mens Gnata (erste na­ment­lich be­kann­te Wald­mös­sin­ge­rin) dem Dieb ihrer Bro­sche eine Ver­wün­schung aus­spricht.

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