Heiligenbronn
Früher hieß der Ort am Oberlauf der Eschach nach einer nahe gelegenen Burg „Lichtenau“, bis man ihn im späten Mittelalter nach einer heilenden Quelle in „Heiligen Brunnen“ umbenannte. (erstmalige schriftliche Erwähnung 1385). Seit dem 14. Jahrhundert ist auch die Wallfahrt zum Heiligenbronner Gnadenbild nachweisbar und noch heute lebendig.
Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn
Geprägt wird der Stadtteil durch die Behinderteneinrichtungen der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn. Das Franziskanerinnen-kloster, das David Fuchs im Jahr 1857 gründete, und die Schulen, Internate, Wohnheime, Werkstätten und Betriebe der Stiftung nehmen einen Großteil der Fläche des Stadtteils Heiligenbronn ein. Die Stiftung betreibt soziale Einrichtungen und Dienste für junge, alte und behinderte Menschen in der ganzen Region. Errichtet wurde sie 1991 durch Bischof Dr. Walter Kasper, um die sozialen Ein-richtungen des Klosters Heiligenbronn weiterzuführen und als regionaler kirchlicher Träger weitere sozial-caritative Aufgaben zu übernehmen.
Die Stiftung St. Franziskus betreut und fördert rund 500 sinnes- und mehrfachbehinderte Menschen in ihrer Einrichtung Heiligenbronn, und beschäftigt dazu ca. 450 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen allein am Standort Heiligenbronn, ist also einer der größten Arbeitgeber der Stadt Schramberg. In Heiligenbronn gliedert sich die Stiftung in das Förderzentrum Hören und Sprechen, das Förderzentrum Sehen, die Behindertenhilfe Erwachsene und den Bereich Verwaltung-Wirtschaft-Technik. Hör-, seh- und mehrfachbehinderte Menschen aus einem überregionalen Einzugsbereich werden von der Kindheit bis zum Seniorenalter begleitet und unterstützt, auch mit ambulanten und dezentralen Angeboten. In Heiligenbronn können sie z.B. den Hauptschulabschluss machen und eine Berufsausbildung absolvieren, Arbeit in den Werkstätten finden, erhalten thera-peutische Angebote wie Reiten und leben in verschiedenen Wohnformen, u.a. auch in Außenwohngruppen oder Ambulant-Betreutem Wohnen im übrigen Stadtgebiet.
Förder- und Betreuungsbereich Stiftung St. Franziskus
Landwirtschaft, Bäckerei, Gärtnerei und Bürstenmacherei der Stiftung sowie das Kloster mit seinem Wallfahrtsladen bieten auch Einkaufsmöglichkeiten für die Bevölkerung der Umgebung. Auch für Besucher interessant sind der Garten der Sinne, die Ausstellung „Leben Jesu“ oder die Wallfahrtskirche St. Gallus (1873) mit dem Gnadenbrunnen.
Die Wallfahrt ist ein prägender Bestandteil des Stadtteils. Ein Schwesternteam der Franziskanerinnen des Klosters bietet für Wallfahrtsgruppen ein interessantes Besuchsprogramm mit geistlichen Impulsen und Führungen durch die Kirche und die Gnadenkapelle. Einmal im Jahr wird Heiligenbronn beinahe überrannt von Besuchern aus nah und fern. Anfang September findet der große Wallfahrtsmarkt statt, der so genannte Zwetschgenmarkt.
Die behinderten Menschen sind aus dem Leben Schrambergs, insbesondere Heiligenbronns, nicht mehr wegzudenken. Die Menschen haben sich gegenseitig kennen und schätzen gelernt. Die Natur und ländliche Umgebung von Heiligenbronn wird nicht nur von ihnen, sondern von allen Bewohnern des Stadtteils geschätzt.
Früher hieß der Ort am Oberlauf der Eschach nach einer nahe gelegenen Burg „Lichtenau“, bis man ihn im späten Mittelalter nach einer heilenden Quelle in „Heiligen Brunnen“ umbenannte. Die Wallfahrt zur „Schmerzhaften Mutter Gottes“, deren Wurzeln bis in das 14. Jahrhundert zurück reichen, hat Heiligenbronn geprägt und weithin bekannt gemacht. Den Brunnen gibt es heute noch, er steht in der Krypta der 1873 erbauten Wallfahrtskirche St. Gallus unter dem 1442 aufgestellten Gnadenbild der Schmerzensmutter. Seit dem 14. Jahrhundert ist die Wallfahrt zum Heiligenbronner Gnadenbild nachweisbar und noch heute lebendig. Im Jahr 1857 gründete David Fuchs das Franziskanerinnenkloster. Die heutige Klosterkirche St. Gallus konnte am 7. Juli 1873 eingeweiht werden. Im Jahr 1991 wurde die Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn als soziale Einrichtung für junge, alte und behinderte Menschen in der ganzen Region durch Bischof Dr. Walter Kasper gegründet, um die sozialen Einrichtungen des Klosters Heiligenbronn weiterzuführen.